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    Entlang der Straße der Romanik Teil 2

    25 Jahre Straße der Romanik

    Die Straße der Romanik: Ein Touristisches Projekt wird 25 Jahre. Ausgangspunkt ist Magdeburg. Von hier aus missionierte Kaiser Otto die Slawen, gründete Klöster und Schuf das Erzbistum Magdeburg. Die romanischen Orte sind steinernde Zeugen für die Politik Ottos des Großen. Alle Wege führen immer wieder nach Magdeburg. 
     
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In seinen frühen Bildern wendet sich Nagel den Farben zu. 1965 schreibt er in einem Artikel seine Gedanken über eine Welt der frohen Farben, wie er es nennt.

Otto Nagel liebte zum einen das kleine Stückchen Himmel und beobachte die dahin ziehenden Wolken. Freude bereitete ihm eine rote Geranie, die im Wedding auf einem farblosen Fensterbrett stand. Am Sonntag ging der Vater mit seinem Sohn im Wald spazieren. So lernte Otto Nagel die ganze große Schönheit der Natur kennen und erlebte sie innerlich. Unvergessen bleiben die Abende beim Bruder seiner Mutter.  Onkel Adolf machte Lampenschirme. Aus Papier schnitt er Flächen heraus, die mit farbigem Seidenpapier unterklebt wurden.  „Wenn ein Lampenschirm fertig war und über die Petroleumlampe gestülpt wurde, leuchtete das ganze in bengalischer Farbigkeit. Für mich ein unvergessliches Ereignis.“ Nagel liebte die Farbigkeit. Seine ersten Bilder um 1919/20 trugen dies weiter.
Eine Parkwiese mit spielenden Kindern, Blumenrabatten. So malte Nagel seine Sehnsucht. Trotz der Absage von der Hochschule für bildende Kunst geht Otto Nagel seien Weg als Künstler.


1919 lernt er den Architektur- und Kunstkritiker Adolf Behne, der den Arbeitsrat für Kunst leitet, kennen. Anfang 1920 wendet sich Otto Nagel vertrauensvoll an Behne, schickt ihm drei Bleistiftstudien  - Arbeiterportraits – und schreibt dazu: „Bin 25 Jahre alt. Die Skizzen sind teils nach der Natur, teils aus dem Gedächtnis, aber keine Kopien.“

Der junge Mann schreibt Behne von seinem Leben, seinem Versuch als Künstler zu arbeiten, ein Studium auf zunehmen, seiner Lieblingsbeschäftigung nachzugehen, wie er es nennt.
Als Hilfsarbeiter musste er „seiner und seiner Eltern Nahrung wegen tätig sein.“ Nachdenklich stimmt der Satz: „ Meinen Sie,  dass ich vielleicht etwas hätte werden können, wenn ich kein Prolet wäre?“ Adolf Behne zeigte zum ersten Mal Blätter von Nagel auf einer Ausstellung des Arbeitsrates. Ein Förderer und auch ein Freund. 1920 zeigte Nagel einige seiner Bilder in den Ausstellungshallen am Lehrter Bahnhof. Der Kunstkritiker war auch von diesen Bildern sehr angetan.
In der Wohnung von Behne sah Nagel das erste Mal Bilder von August Macke und sagt später: „Ich war beeindruckt von dem sonnigen und freudvollen Inhalt dieser Werke.“ Adolf Behne schenkt Nagel einen Kunstdruck des Bildes ‚Mädchen unter Bäumen‘ von August Macke. „Was da alles passierte. Ein ganz wenig Gelb, ein feines Blauviolett, dann wieder ein hingehauchtes Rot war in die Fläche hinein gewischt, die da durch voller Duft und Lebendigkeit wurde. Ich konnte mich damals an diesem Bild nicht satt sehen.“ So Nagel voller Begeisterung. Gern hätte Nagel auch so malen wollen. Aber seine Welt und seine Gesinnung bestimmten ein anderen Weg. „Eben weil ich die Sonne, die Farbe und die Freude des Lebens bejahte erkannte ich um so deutliche die graue Trostlosigkeit im Leben der Menschen um mich herum.“ Die ersten sozialkritischen Arbeiten entstehen. Nagel sah seine Aufgabe darin, mit schonungsloser Wahrheit eine Ordnung zu entlarven, die den Menschen und Lebensfreude vorenthielt. Kunst soll, wenn nötig, anklagen, aufrufen und auch begeistern.

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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 
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Drittes Geschlecht im Geburtenregister

Männlich, weiblich, divers 

14.02.19. Seit Januar gibt es ein drittes Geschlecht im Geburtenregister, und es heißt Divers. Doch was bedeutet das für Familie und Gesellschaft? Bei einer Fachtagung haben sich Verbände der Kinder- und Jugendarbeit getroffen, um darüber zu diskutieren.

Den Kern bildeten mehrere praxisnahe Workshops aus verschieden Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit
Die verschiedenen Workshops boten Empfehlungen und Handlungsstrategien zur gendersensiblen Umsetzung der Gesetzesgrundlage.

Im wesentlichen wurden folgnede Herausforderungen an die Gesellschaft benannt.

Fachlich bzw externe Beratung ist notwendig
Es gäbe keine freien Mittel. Alles sei zu lange geplant.
Das gibt es bei uns nicht, deshalb brauchen wir das nicht.
Es fehle Material, Wissen, und die nötige Offenheit.  Mitarbeiter seien überfordert.

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Neuer Jüdischer Friedhof geweiht

Ein Zeichen für Heimat

12.09.18. Wie man weißt wurde die Synagoge in Magdeburg durch die Nazionalsozialisten zerstört und die jüdischen Menschen nach Auschwitz deportiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges lebten von ehemals 2000 noch ca. 200 jüdische Menschen in der Stadt. Inzwischen erinnern über 400 Stoplersteine an jüdische Mitmenschen. Seit langem machen die Wochen der jüdischen Kultur eben diese sichtbar. Straßen tragen Namen jüdischer Menschen wie etwa Otto Schlein oder Naomi Rubel. Nun konnte die jüdische Gemeinde einen neuen Friedhof in Magdeburg weihen. Ein Zeichen für Heimat.

für Demokratie

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Rezension 1989 Lieder unserer Heimat.

Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden.


„1989 Lieder unserer Heimat. Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden“, so der neugierig machende Titel eines aktuellen Buchs aus dem Verlag „Glücklicher Montag“ in Leipzig.
Die DDR ist heutigen Jugendlichen nur noch aus Erzählungen oder über Geschichtsbücher zugänglich. Für viele Ostdeutsche ist die untergegangene DDR noch heute ein Lebensgefühl, vererbt durch die Familie. Ein Großteil der Jugendlichen aus den westlichen Ländern weiß dazu kaum etwas. Den meisten ist jedoch die SED-Diktatur ein Begriff.

Der Almanach spiegelt Erinnerungen von den damals jungen Menschen in der DDR wider. Die Vielfalt  der Themen vermittelt einen prägnanten Einblick in das Alltagsleben in dem mit Staatsgrenze abgeschirmten Land.
Themen wie Schule, Abitur, Studium, Umwelt, Freizeit, Frauenrechte, Scheidung, Sport, Kunst und Musik stehen gleichberechtigt neben einander. Der Wehrdienst in der DDR wird in Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gebracht.
In kurzen leicht verständlichen Texten kann sich die Leserschaft sehr gut in das Thema DDR einfühlen. Unterbrochen durch Illustrationen und Liedtexten des Leipziger Cartoonisten und Trickfilmers Schwarwel.
„Der Klub der Intelligenz“, ein witzige Umschreibung für ein Glossar, erklärt wichtige Begriffe aus dem DDR-Alltag.
Die meisten Texte sind eindeutig aus Sicht der Opfer von SED und Stasi geschrieben. Trotz allem gab es  auch ein ganz normales Leben. Genau das, versucht dieses Buch gleichermaßen darzustellen.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die friedliche Revolution im Herbst 1989 geworfen. Ebenso bedeutend die Zeit nach dem Ende der DDR: Hier das rote Tuch Treuhand und deren Folgen für Millionen Ostdeutsche. Und der Umbruch, ein Gefühlsrausch zwischen Glück über die Freiheit und Existenzangst gleichermaßen. Das heutige Lebensgefühl wird von dieser Erfahrung mitbestimmt.
Ein Buch zum immer wieder durchblättern, reinlesen und innehalten.

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn im Gespräch

Neue Gräben zwischen Ost und West?

Wiederaufkeimendes „Wessi-Bashing“ auf der einen Seite, dezentes Desinteresse auf der anderen: Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls erscheinen die innerdeutschen Verhältnisse alles andere als harmonisch. Vor diesem Hintergrund war der Bürgerrechtler und Bundesbeauftragte der Stasi-Unterlagen Roland Jahn am Mittwoch, 16. Oktober, zu einem öffentlichen Gespräch mit dem Journalisten Bastian Wierzioch unter der Überschrift „30 Jahre nach der friedlichen Revolution: Neue Gräben zwischen Ost und West?“ um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg zu Gast.

 

Wir sprachen mit Roland Jahn im Vorfeld der Veranstaltung.

Länge ca. 17 min

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