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    Interview Erich Follath "Jenseits aller Grenzen"

    Die Welt des Ibn Battuta, der Marco Polo des Islam

    Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Islamische Welt. Ibn Battuta, der im 14. Jahrhundert diese Welt bereist, ist die Hauptfigur des Buches. Der Autor stellt der Welt des Islam am Ende des Mittelalters muslimisch geprägte Staaten und Lebensweisen gegenüber. Wichtigste Quelle ist das Reisetagebuch des Ibn Battuta, Rhila genannt. Das Spiegel-Buch, erschienen im DVA Sachbuchverlag, "Jenseits aller Grenzen" öffnet uns kompakt und spannend die Tür zur Welt des Islam. Zum einen ist der vielseitige Kulturreichtum im 14. Jahrhundert zu erleben, zum anderen die zersplitterte islamische Welt in der heutigen Zeit. Absolut lesenswert! Auf der Leipziger Buchmesse 2016 war Zeit für ein Gespräch mit Erich Follath.

     

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1921 beteiligt sich Nagel am Märzstreik. Fristlos entlassen, steht er auf der schwarzen Liste. Nun muss er als freischaffender Maler arbeiten. Kein leichtes Leben. „Es gab ein paar Freunde, die an meine Kunst glaubten und sich Mühe gaben, die kleinen Blättchen abzusetzen. Meist waren die Käufer Gesinnungsfreunde: Arbeiter, Angestellte aber auch Intellektuelle, die sich für ein paar Mark ein Blatt zulegten.“ So Nagel rückblickend in seiner Autobiografie.

Und 1921 wird Otto Nagel durch seine erste Ausstellung im Berliner Osten bei Ernst Friedrich bekannt. Bilder wie die Spielwiese, Volksversammlung und Parkweg sind zu sehen. Die Teilnahme an den großen Berliner Ausstellungen war gesichert. Nagel lernte viel Menschen kennen, die ihm für das ganzen Leben von Bedeutung blieben. Besonders Käthe Kollwitz. Im August 1982 schreibt  meine Großmutter mir in das Kinderbuch Tintarolo – ein Buch über Käthe Kollwitz mit Zeichnungen von ihr – die Widmung: „Liebste Enkelin Salka, Kollwitz war über 20 Jahre unsere Freundin. Behalte ihren Namen im guten.“

Während einer Ausstellung bei Behne lernen sich der 64-jährige Heinrich Zille und Nagel kennen. Zille war tief beeindruckt, war es doch das, was er selbst immer zeichnen wollte. Nach einer Nacht intensiver Gespräche schreibt Zille dem jungen Künstler einen langen Brief mit einem Foto von ihm. Auf der Rückseite steht: „Für Otto Nagel, den ich hoch verehre.“ Fortan verband die beiden eine enge Freundschaft, die bis zu Zilles Tod 1929 hielt. „Wie oft saß ich bei ihm -  er wohnte in Charlottenburg – in der Stube und  hörte ihm zu. Oder er lies sich von mir vom Wedding erzählen.“
Hunderte Briefe schrieb Zille an Angel im Laufe der Jahre.

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weltoffen

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Interview Christoph Dieckmann "Mein Abendland"

"Mein Abendland. Geschichten deutscher Herkunft"

Es ist ein Buch über Identitäten. Christoph Dieckmann spürt die historischen Wurzeln der Gegenwart auf. Salka Schallenberg traf den Autor auf der Leipziger Buchmesse 2017 zum Gespräch über deutsche Wurzeln, Heimat und ein verlorenes Land.
 
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10 Jahre Alrahman-kulturelle Erziehung in Magdeburg

Begegnen, aufeinander zugehen und Verständnis entwickeln

Die Alrahman-kulturelle Erziehung für Kinder und Jugendliche wird 10 Jahre.
Die muslimische Gemeinde Magdeburg verfolgt dabei das Ziel, die Kultur der aufnehmenden Gesellschaft und die der eingewanderten Mitbürger in Einklang zu bringen. Dadurch möchte die man einen Beitrag leisten, dem Entstehen von Parallelgesellschaften in Magdeburg und Umgebung entgegen zu wirken. Ebenso will man  ein respektvolles Miteinander in der Schule und im Alltag schaffen.
In der Vergangenheit wurden hier bereits 370 Kinder geschult.
Jeden Samstag kümmern sich 20 ehrenamtliche Mitglieder der Gemeinde um muslimische Kinder und Jugendliche in Magdeburg und Umgebung.

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AWO erinnert mit Mahnmal an das unsichtbare Sterben im Mittelmeer

Politik soll sich für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzsetzen.

678 Kinder, die auf der Flucht starben, wurden bereits offiziell gezählt, so der im Juni veröffentlichte Bericht der Internation Organisation für Migration (IOM). Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Häufig sind es nur ihre Schuhe, die angespült an den Küsten des Mittelmeers zurückbleiben.

Kinder auf der Flucht müssten besonders geschützt werden. Sie bräuchten schnelle und unbürokratische Hilfe.
Mit der Aktion am Weltkindertag will man besonders auf Paragraph 22 der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam machen.  Zudem sind  die Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, sich bedingungslos für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzusetzen.

für Demokratie

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30 Jahre demokratisches Stadtparlament in Magdeburg

Lesung: 30 Jahre demokratisches Stadtparlament in Magdeburg – das Buch „Magdeburg Wendezeit und Neubeginn“ will an die ersten Jahre nach der DDR erinnern. Umbau der Stadtverwaltung, umfangreiche Verkehrsprojekte – all das waren Aufgaben, die es zu bewältigen galt. Wie hat sich Magdeburg auf den Weg gemacht?

produziert im Rahmen des Programms "Kultur ans Netz" vom Land Sachsen-Anhalt August-Oktober 2020, ein Arbeitsstipendium für Künstler zur Stärkung der Kultur

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Magdeburg, Wendezeit und Neubeginn

Vor 30 Jahren wurde die D-Mark das alleinige Zahlungsmittel in der DDR

In dem Buch Wendezeit und Neubeginn. Geht es auch darum.

Mit diesen Film wollen daran erinnern. 

 

"30. Juni 1990: Ich mache mich auf den Weg von Schwerin nach Magdeburg. Von meinem letzten Ostgeld habe ich mir eine Fahrkarte gekauft. Ab morgen ist alles anders, wir zahlen mit der D-Mark. Ich fahre mit dem Zug durch die graue Landschaft, meine Gedanken gehen zurück in das Jahr 1988. Sommerferien, die 10. Klasse an der POS beendet. Anfang August, mich erreicht die Nachricht, dass mein Bruder Tim am 8. August von Ost-Berlin nach West-Berlin übersiedelt, seinem Ausreisegesuch wurde stattgegeben. Für mich heißt das, den Bruder nicht wieder sehen, kein Abitur und arbeiten als Hilfskraft im Konsum. Ab September 1989 lerne ich in Schwerin den Beruf einer Krankenschwester.
Am Hauptbahnhof in Magdeburg wartet Bernd auf mich. Wir haben uns erst vor wenigen Monaten in Schwerin kennen gelernt. Nun ist er nicht mehr bei der Armee und ich ziehe zu ihm in seine Heimatstadt. Zwei, die sich in einer Zeit gefunden haben, in der sich alles tagtäglich radikal ändert.
Wir sind mittendrin, lassen uns mitreißen.
Das marode Schiff DDR kommt in den Sturm, gerät in Seenot. Das Schiff bekommt Schlagseite, droht zu sinken. Trotzdem fährt es weiter zum sicheren Hafen „Deutsche Einheit“. Ein vereintes, demokratisches Deutschland ist das Ziel. Deutsche Einheit, das heißt aber auch Beitritt der DDR. Alles übernehmen: Gesetze, das Bildungswesen, die Marktwirtschaft… . Warum nicht eine gemeinsame Verfassung, in Kraft gesetzt durch eine gesamtdeutsche Volksabstimmung?
Wir lassen die DDR und damit das bisherige Leben hinter uns. Sind neugierig auf die Zukunft, wenn auch mit gemischten Gefühlen." Salka Schallenberg

 

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Erste Berufsbildende Schule in Magdeburg erhält den Courage-Titel

Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mit einem großen Festakt beging man die Aufnahme in das Courage-Schulnetzwerk. Umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Schulchor, einen Auftritt der Theaterballettschule, Rap, Poetry Slam und eine Sängerin, außerdem gab es eine Friedensaktion.
Es sei ein wichtiges Signal, dass auch die Berufsbildende Schule ‚Dr. Otto Schlein‘ bewusst ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzen will, betonte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Maik Reichel. Schon jetzt sei die Schule im Blick auf Demokratieerziehung, Wertevermittlung und Erinnerungskultur sehr aktiv. „Durch die Anerkennung als Courage-Schule wird dieser Ansatz und der Einsatz gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus und Gewalt noch einmal deutlich gestärkt“, so der Direktor der Landeszentrale.


Hintergrund:
Mit der aktuellen Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Magdeburg steigt die Zahl der Netzwerkschulen in Sachsen-Anhalt auf insgesamt 145. Als erste Einrichtung im Land wurde 2003 die Sekundarschule „Völkerfreundschaft“ in Köthen in das Netzwerk aufgenommen. Seither ist es kontinuierlich gewachsen. Um die Auszeichnung zu bekommen, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer dazu verpflichten, gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung einzutreten. Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt  die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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