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1924 bis 1925 gehört Nagel mit Käthe Kollwitz zu den Akteuren der Ersten allgemeinen deutschen Kunstausstellung, bei der deutsche Künstler im jungen Sowjetstaat ausstellen. Moskau, Saratow, Leningrad (einst Petersburg) sind die Stationen. Die Zeitungen berichten über das bedeutende Ereignis.

In Leningrad lebt die junge Walentina Nikitina, 1904 in einer bürgerlichen Familie geboren. In ihrer Autobiografie schreibt sie: „ Nach dem Krieg kam die Revolution. Nun war auch für mich eine neue Zeit angebrochen. Und ich war so weit, vieles zu Begreifen und zu verstehen.“ Für die Mutter von Walentina begann ein sehr schwere Zeit. Denn „meine Brüder und Kameraden“ - sie hatte fünf- meine Freundinnen, „wir alle kamen in unserer Wohnung zusammen, um zu diskutieren. Wir sprachen über Literatur und besonders über Politik.“ Nach der Revolution kam der Bürgerkrieg. Eine Zeit, die von Hunger geprägt war. Eine neue Erfahrung für Walentina. „Wir waren wie aufgezogen, aber niemand hatte uns gesagt, Du musst das so machen. Ganz alleine mussten wir es wissen. Ja, es waren Jahre, die nicht einfach waren.“ In dieser unruhigen Zeit nutzt Walentina die Chance und geht nach einer kurzen Ausbildung als Sängerin und Schauspielerin ans Theater. Ihr Bruder Loschka ging zeitgleich an die Front. „Ich wollte zum Theater, denn es galt, das Neue zu verkünden und Loschka ging, um für eine neue Zeit zu kämpfen.

Die Erste Allgemeine Deutsche Kunstausstellung. Walentina ist neugierig auf diese Kunst. Moderne deutsche Kunst. „Unsere Jugend brannte damals nach etwas neuem, nach neuen Erlebnissen. Vorher waren wir zu sehr eingeengt.Auf einmal gingen wir mit großen Elan vorwärts und die Neue Zeit riss uns mit. Schon ab acht Uhr morgens stellten sich die Menschen an, um die Ausstellung zu sehen.“ Auch Walentina und ihre Freundinnen, obwohl die Mama es nicht wollte.

Otto Nagel, Anfang 30 aus dem Weddinger Arbeitermilieu, Kommunist, erlebte die Industrialisierung, den ersten Weltkrieg, das Ende des Kaiserreichs, die Weimarer Republik. 1924 seine erste Reise in die Sowjetunion. Nun treffen sich zwei Seelenverwandte in den Ausstellungsräumen in Leningrad. Beide lesen Dostojewski, Gorki und Zola. Otto vom Leben im Wedding gezeichnet kaufte sich seine Bücher in der Brockensammlung für fünf Pfennige. Walentina, 21 Jahre jung, aus einer bürgerlichen Familie, im russisch-orthodoxen Glauben erzogen, lebte im jungen Staat Sowjetunion nach Revolution und Bürgerkrieg. Otto nimmt Walentina wenige Wochen nach ihrem Kennenlernen mit nach Deutschland. Für sie die Chance mit der Flucht nach den schweren Jahren alles hinter sich zu lassen. Nicht jedes junge Mädchen konnte das Land verlassen. Auch für Walentina war es sehr schwierig. Im Wedding fangen die beide ihr gemeinsames Leben an. Hier in diesem düsteren, traurigen Mietshaus, wie es Walentina später nennt, lebt das junge Paar.

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weltoffen

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4. christlich-muslimisches Gespräch

21.01.19.Das christlich-muslimisches Gespräch ist inzwischen Tradition. Dieses Mal ging es um Fanatismus in der Religion. Religion kann Frieden schaffen oder aber zerstören, Konflikte einhegen oder befeuern. Doch wie geht man mit Fanatismus um? Wie entsteht Fanatismus und wie kann man Fanatismus wirksam begegnen? Wir sprachen am Rande mit Vertretern der beiden Religionen.

 

Dieser informative interreligiöse Dialog soll einen sinnvollen Beitrag für ein friedliches, respektvolles Zusammenleben in Magdeburg leisten.

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17. CSD in Magdeburg

Zwei Wochen Programm mit 30 Veranstaltungen

Das Motto: pausenlos Bunt Damit setzt die LSBTI* Community Magdeburgs auf Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Sexuelle Vielfalt gilt als Selbstverständlichkeit, die akzeptiert wird - Diskriminierung darf keinerlei Raum bekommen. Das Motto steht besonders als Zeichen der dauerhaften Sichtbarkeit und soll zum Ausdruck bringen, dass man sich zu keinem Zeitpunkt  verstecken sollte.
Es sei viel erreicht worden. Die Ehe für alle - eine sehr große Errugnenschaft.
Dennoch sei der CSD mit der öffentlichen Demonstration auch in Magdeburg noch immer nötig, so lange es Diskriminierungen und Beschimpfungen gebe. Es gehe auch darum, erkämpfte Rechte zu verteidigen.


Der CSD fordert u. a. ein Benachteiligungsverbot wegen sexueller und geschlechtlicher Indentität. Dieses soll bis zum Frühjahr 2019 in der Landesverfassungvon Sachsen-Anhalt verankert werden. 2016 hatten die Regierungsparteien CDU, SPD und Grüne im Koalitionsvertrag die Aufnahme der Merkmals in Artikel 7 Absatz 3 der Landesverfassung zugesagt. 
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Frankreich näher sein … neue Mediathek Institut français

31.01.19. Deutschland und Frankreich verbindet eine lange Freundschaft. Vor 56 Jahren beschloß man diese mit dem Elysée-Vertrag. Vor wenigen Tagen bekräftigte  man das Bestreben nach Freundschaft und guter Nachbarschaft erneut durch den Vertrag von Aachen. Im Rahmen der deutschland- und frankreichweiten Feierlichkeiten eröffnete nun in der Stadtbibliothek die Mediathek Institut français.

Auf 40 m² werden Medien in französischer Sprache angeboten: Zeitgenössische und klassische Literatur, Bücher in leichter Sprache, Comics, Kinderbücher, Bilderbücher, Hörbücher, CDs, DVDs, Sprachlernhilfen, aktuelle Presse, Actionbound-Angebote für Schulklassen.

Regelmäßig gibt es neue Buchempfehlungen zu ausgewählten Themen, Ausstellungen und Veranstaltungen des Institut français.

für Demokratie

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Erste Berufsbildende Schule in Magdeburg erhält den Courage-Titel

Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Mit einem großen Festakt beging man die Aufnahme in das Courage-Schulnetzwerk. Umrahmt wurde die Festveranstaltung durch den Schulchor, einen Auftritt der Theaterballettschule, Rap, Poetry Slam und eine Sängerin, außerdem gab es eine Friedensaktion.
Es sei ein wichtiges Signal, dass auch die Berufsbildende Schule ‚Dr. Otto Schlein‘ bewusst ein Zeichen gegen Rassismus und für Courage setzen will, betonte der Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Maik Reichel. Schon jetzt sei die Schule im Blick auf Demokratieerziehung, Wertevermittlung und Erinnerungskultur sehr aktiv. „Durch die Anerkennung als Courage-Schule wird dieser Ansatz und der Einsatz gegen jegliche Form von Diskriminierung, Extremismus und Gewalt noch einmal deutlich gestärkt“, so der Direktor der Landeszentrale.


Hintergrund:
Mit der aktuellen Verleihung des Titels „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Magdeburg steigt die Zahl der Netzwerkschulen in Sachsen-Anhalt auf insgesamt 145. Als erste Einrichtung im Land wurde 2003 die Sekundarschule „Völkerfreundschaft“ in Köthen in das Netzwerk aufgenommen. Seither ist es kontinuierlich gewachsen. Um die Auszeichnung zu bekommen, müssen sich mindestens 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer dazu verpflichten, gegen Gewalt, Rassismus und Diskriminierung einzutreten. Mit der BbS „Dr. Otto Schlein“ erhielt  die erste Berufsschule in Magdeburg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

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20 Jahre Miteinander e.V.

Im Mai 1999 hat sich Miteinander e. V. als Träger zivilgesellschaftlicher Arbeit für Demokratie und gegen Rechtsextremismus gegründet. Seitdem vernetzt er zivilgesellschaftliche Initiativen, berät demokratische Akteure und Akteurinnen, unterstützt Opfer rechter Gewalt, bildet Fachkräfte fort und informiert die Öffentlichkeit über Entwicklungen in den Themenfeldern der Vereinsarbeit.

Das passt nicht jedem. So ist der Verein Miteinander e.V. erklärter Feind  der AfD.

20 Jahre Miteinander e. V. – das sind 20 Jahre Engagement und Kompetenz
für eine offene und demokratische Gesellschaft.

 

 

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Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn im Gespräch

Neue Gräben zwischen Ost und West?

Wiederaufkeimendes „Wessi-Bashing“ auf der einen Seite, dezentes Desinteresse auf der anderen: Im Jubiläumsjahr des Mauerfalls erscheinen die innerdeutschen Verhältnisse alles andere als harmonisch. Vor diesem Hintergrund war der Bürgerrechtler und Bundesbeauftragte der Stasi-Unterlagen Roland Jahn am Mittwoch, 16. Oktober, zu einem öffentlichen Gespräch mit dem Journalisten Bastian Wierzioch unter der Überschrift „30 Jahre nach der friedlichen Revolution: Neue Gräben zwischen Ost und West?“ um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Magdeburg zu Gast.

 

Wir sprachen mit Roland Jahn im Vorfeld der Veranstaltung.

Länge ca. 17 min

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