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Forschungsprojekt Otto Nagel Stand der Dinge November 2019

Wir werten derzeit 1.500 Seiten Aktenmaterial aus.

Auf etwa 500 Seiten aus dem Büro des Staatssekretärs für Kultur der DDR haben wir umfangreiche Hinweise gefunden, die den repressiven Druck seit dem Tod von Otto Nagel auf die Familie deutlich machen. Daran lässt sich erkennen, dass die sogenannte Schenkung der Tochter Otto Nagels an den Staat nicht freiwillig erfolgt ist.
Die Eltern wurden an der Nase herum geführt. Man hat ihnen scheinbar Zugeständnisse gemacht, damit sie der Schenkung zustimmen würden. Tochter und Witwe Nagel wurden gegen einander ausgespielt.
Die Sprache ist bewusst verwirrend. Jeder noch so starke Druck auf die Familie wird immer so dargestellt, dass jeder daraus freiwilliges Handeln  durch die Familie ableiten muss.
Wir können damit gleichwohl die Aussagen der Eltern gegenüber Journalisten nach 1990 über diese Machenschaften untermauern.



Das Prozedere um die Schenkung selbst ist detailliert geschildert. So kann man nachvollziehen, was da abgelaufen sein muss.
Die Tochter Nagels spielt seit dem bei der künftigen Betrachtung des Nachlasses keine Rolle mehr. Vielmehr wird sie aktiv ausgeschlossen.


Wir können nachvollziehen, wie anfangs Staat und Familie gemeinsam das Otto-Nagel-Haus in Berlin entwickelt haben. Ein Kuratorium aus Museumsleuten, Humboldt-Universität, Magistrat der Stadt Berlin und der Familie traf sich dazu regelmäßig.
Aus Sitzungsprotokollen konnten wir den Bestand an Nagel-Werken im Besitz von Museen erfahren. Ziel war es, die bedeutendsten Werke Nagels in diesem Otto-Nagel-Haus als Dauerleihgaben zu platzieren.

Es gibt konkrete Hinweise darauf, dass Werke Otto Nagels gegen Devisen (DM) das Land DDR verlassen haben bzw. verlassen sollten.
Aufgrund dessen fragten wir bei den Museen nach, die Otto-Nagel-Werke im Bestand haben. Wir wollten wissen, ob der Bestand noch vollständig ist.
Bei den Einrichtungen, die auf die Frage antworteten, wurde diese Frage positiv beantwortet.
Allerdings stellte sich heraus, dass in späterer Zeit noch Werke in den Bestand kamen. Daraus ergibt sich ein weiterer Forschungsansatz.

Darüber hinaus finden sich Anhaltspunkte, dass die Familie bei der Vorbereitung von Publikationen und Ausstellungen behindert wurde.

Die politische Vereinnahmung Nagels durch die Kulturfunktionäre der DDR tritt plastisch hervor.
Dazu dient die Ausstellung zum 90. Geburtstag des Künstlers 1984 als prägnantes Beispiel. Hier wurde z.B. seinen Herkunft aus dem Berliner Wedding komplett ignoriert und negiert. Eine Ehrung durch das Kunstamt Wedding in West-Berlin stuften die Kulturfunktionäre als „Pseudo-Ehrung“ ein. Die Tochter durfte nicht zur Veranstaltung fahren.

Neben den Devisen sind Gier, Neid und Missgunst starke Motivation, um an den Nachlass heran zukommen.

Aus dem Aktenbestand des Amtes für offene Vermögensfragen Berlin kann man deutlich Verfahrensfehler ableiten. Vorgelegte Beweise wurden z.T. überhaupt nicht berücksichtigt.

Der Argumentation der Eltern folgte man eher nicht.

Verbindungen zum MfS lassen sich im Augenblick nur vermuten, jedoch noch nicht belegen. Die Stasi hatte einige Familienmitglieder erfasst, alles weitere ergibt sich nach Einsicht in vorhandene Akten.




 

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