100 Jahre Bauhaus

Sonderausstellung im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Fraun im Sommer 2016, Die Ausstellung  rückte besoders die Zeit Schawinsky in Magdeburg in den Focus.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts beschränkte sich das Stadtgebiet Magdeburgs auf die eng gezogenen Mauern der Altstadt mit den Festungsanlagen. Von der modernen Großstadt war noch nichts zu sehen.

Vor allem die Ansiedlung und das Wachstum der Magdeburger Metall- und Maschinenindustrie führten ab 1885 zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Die Folge: schlechte hygienische Verhältnisse und dunkle Wohnungen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten durch weiteren Zuzug und verschiedene Eingemeindungen etwa 280.000 Menschen in Magdeburg. Nach dem ersten Weltkrieg waren Wohnungsnot und Mangel an einfach allem an der Tagesordnung. Gute Lösungen mussten her. Da kamen die Ideen des Bauhaus  gerade recht. Die Moderne brach mit voller Wucht herein. Im Kulturhistorischen Museum ist bis Juni eine Ausstellung zu sehen, die diesen Entwicklungsschub in Magdeburg nachzeichnet.

 

Das Musterhaus des agilen Stadtbaurates Johannes Göderitz

Kaum noch im Gedächtnis der Stadt und doch von so überragender Bedeutung für die Stadtentwicklung.


Es wurde anlässlich der deutschen Theaterausstellung in Magdeburg 1927 errichtet. An nur einem Tag. Ein Versuchshaus, das zeigen sollte, welche Möglichkeiten es gibt.  Nach der Ausstellung ließ Göderitz die Häuser auf dem städtischen Grundstück Oststraße 7 umsetzen. Er  selbst soll darin gewohnt haben.

Mittlerweile hat  sich der bauliche Zustand verschlechtert. Da es sich um ein Baudenkmal handelt, ist es schwer, das Gebäude in stand zu halten. Das Bauunternhemen Toepel, jetziger Besitzer, hat sich die ehrgeizige Aufgabe gestellt, dieses Baudenkmal zu erhalten. Dazu ist eine Translozierung notwendig. Dabei wird das Gebäude dokumentiert abgebaut und anschließend möglichst originalgetreu auf dem Grundstück der Firma Toepel in Rothensee wiederaufgebaut. 

 

 

Dieses Jahr feiert das Bauhaus dsein 100-jähriges bestehen.
Grund genug, sich einmal auf den weg zu machen und der Moderne nachzuspüren.

Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus am engsten verbunden ist. Hier hat die Hochschule am längsten gewirkt, ihre Blütezeit erlebt.  Zugleich ist es auch die Hochphase der Bauhaus-Architektur.

Der Gedanke des Bauhaus Design folgt Funktion breitete sich sehr schnell aus und traf vielerorts auf fruchtbaren Boden. Es entstanden Wohnsiedlungen mit viel grün und viel Licht, Verwaltungsgebäude, Schulen und Garagenkomplexe.

Auf einer kleinen Rundreise durch den Norden Sachsen-Anhalts wollen wir diesem Geist nachspüren.



Dieses Jahr feiert das Bauhaus sein 100-jähriges Bestehen.
Grund genug, sich einmal auf den Weg zu machen und der Moderne nachzuspüren.

Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus am engsten verbunden ist. Hier hat die Hochschule am längsten gewirkt, ihre Blütezeit erlebt.  Zugleich ist es auch die Hochphase der Bauhaus-Architektur.

Von hier aus gingen Impulse auch in den Süden des Landes.

Das Kornhaus, ein Restaurant ganz im Sinne des Bauhauses. Ausflugsziel der Dessauer. Ausblick auf die Elbe. Willkommene Abwechslung zum Stadtmief. Ließe sich das mit der Notwendigkeit neuer Wohnkonzepte verbinden?

Eine Antwort darauf ist die Gartenstadt.

Während der Weimarer Republik gab es einen erheblichen Mangel an erschwinglichem Wohnraum.
Es mussten Wohnungen her. Bezahlbar und gesund. Mit Licht, Luft und Sonne.

Unsere kleine Reise folgt den Spuren der Moderne. Unsere Ziele:  Dessau, Bernburg, Halle (Saale), Bad Dürrenberg, Merseburg.

 

Carl Krayl, Architekt im Team Johannes Göderitz in Magdeburg in den 1920er Jahren

Aus: Schallenberg, Salka: Buch Echt clever! Geniale Erfindungen aus Sachsen-Anhalt Wartberg Verlag 2018
Der neue Bauwille
Der Generalsiedlungsplan Bruno Tauts (1923)


Zu Beginn des des 19. Jahrhunderts beschränkte sich das Stadtgebiet Magdeburgs auf  die  eng  gezogene  Mauern  der  Altstadt  mit  den Festungsanlagen. Weit außerhalb lagen die napoleonischen  Gründungen  der  Neuen  Neustadt  und  der  Sudenburg.  Am Ende des 19. Jahrhunderts, um 1880, hatte sich das Stadtbild  komplett verändert. Die städtische  Bevölkerung  war auf 100 000  Einwohnern  angewachsen und  Magdeburg  gehörte  nun zu den ca.  30 deutschen  Großstädten.  Vor allem die Ansiedlung  und  das  Wachstum  der  Magdeburger  Metall-  und  Maschinenindustrie führten ab 1885  zu  einer regelrechten Bevölkerungsexplosion, und die Gebiete um den Hasselbachplatz  und  Buckau  waren extrem dicht bebaut. Die Folge waren schlechte hygienische Verhältnisse und dunkle Wohnungen. Ein für deutsche Städte typisches Problem in dieser Zeit.  Kurz vor dem Ersten Weltkrieg lebten durch weiteren Zuzug und verschiedene Eingemeindungen etwa  280.000  Menschen  in  Magdeburg.

 Ausstellungen "Stadtentwicklung Magdeburg" und "Magdeburger Moderne – Siedlungen" im IBA-Shop wieder geöffnet

Der IBA-Shop in der Regierungsstraße 37 ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
die AQB kann die Beschäftigungen fortführen. Hier betrifft es die Betreuung und Aufsicht der Ausstellungen im IBA-Shop. Damit kann eine wichtige Informationsquelle über Stadtentwicklung, Stadtgeschichte und Bauvorhaben in der Landeshauptstadt Magdeburg wieder ihre Türen öffnen.
 
Zugleich feierte der IBA Shop sein zehnjährige Bestehen. Der IBA Shop ist ein Ort geworden, an dem man über Städtbau und Stadtentwicklung reden kann. Durch die günstige Lager in der Innenstadt können auch Bürgerversammlungen abgehalten werden, um neue Bauprojekte zu diskutieren.

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