100 Jahre Bauhaus

Auf der Leipziger Buchmesse 2016 präsentierte der Verlag Randomhouse DVA Sachbuch den Autor Martin Mittelmeier mit seinem Buch "DADA . Eine Jahrhundertgeschichte". Februar 1916 - Beginn des Dadaismus in der Schweiz. Nach nunmehr 100 Jahren analysiert der Autor das Phänomen dieser Bewegung in seiner Zeit und die Wirkung bis heute. Mehr als ein Sachbuch, tiefgründig erzählt und es weckt die Neugioer auf ein bißchen mehr DADA - auch heute, wie das Interview zeigt.

 

Aus: Schallenberg, Salka: Buch Echt clever! Geniale Erfindungen aus Sachsen-Anhalt Wartberg Verlag 2018
Der neue Bauwille
Der Generalsiedlungsplan Bruno Tauts (1923)


Zu Beginn des des 19. Jahrhunderts beschränkte sich das Stadtgebiet Magdeburgs auf  die  eng  gezogene  Mauern  der  Altstadt  mit  den Festungsanlagen. Weit außerhalb lagen die napoleonischen  Gründungen  der  Neuen  Neustadt  und  der  Sudenburg.  Am Ende des 19. Jahrhunderts, um 1880, hatte sich das Stadtbild  komplett verändert. Die städtische  Bevölkerung  war auf 100 000  Einwohnern  angewachsen und  Magdeburg  gehörte  nun zu den ca.  30 deutschen  Großstädten.  Vor allem die Ansiedlung  und  das  Wachstum  der  Magdeburger  Metall-  und  Maschinenindustrie führten ab 1885  zu  einer regelrechten Bevölkerungsexplosion, und die Gebiete um den Hasselbachplatz  und  Buckau  waren extrem dicht bebaut. Die Folge waren schlechte hygienische Verhältnisse und dunkle Wohnungen. Ein für deutsche Städte typisches Problem in dieser Zeit.  Kurz vor dem Ersten Weltkrieg lebten durch weiteren Zuzug und verschiedene Eingemeindungen etwa  280.000  Menschen  in  Magdeburg.

Carl Krayl, Architekt im Team Johannes Göderitz in Magdeburg in den 1920er Jahren

Dieses Jahr feiert das Bauhaus dsein 100-jähriges bestehen.
Grund genug, sich einmal auf den weg zu machen und der Moderne nachzuspüren.

Dessau ist die Stadt, mit der das Bauhaus am engsten verbunden ist. Hier hat die Hochschule am längsten gewirkt, ihre Blütezeit erlebt.  Zugleich ist es auch die Hochphase der Bauhaus-Architektur.

Der Gedanke des Bauhaus Design folgt Funktion breitete sich sehr schnell aus und traf vielerorts auf fruchtbaren Boden. Es entstanden Wohnsiedlungen mit viel grün und viel Licht, Verwaltungsgebäude, Schulen und Garagenkomplexe.

Auf einer kleinen Rundreise durch den Norden Sachsen-Anhalts wollen wir diesem Geist nachspüren.



Was ist mit M gemeint? In erster Linie die Moderne. Es kann aber auch Mies van der Rohe sein. Oder sogar Magdeburg.

State of M ist ein Zustandsbericht über eine Situation, die wir alle kennen. Wir schieben das Bauhaus und die Moderne vor uns her, wie eine Ikone des 20 Jahrhunderts, die nicht altern darf.

Der Künstler Joachim Brohm holt mit seinen Fotografien das Bauhaus ins Jetzt.

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts beschränkte sich das Stadtgebiet Magdeburgs auf die eng gezogenen Mauern der Altstadt mit den Festungsanlagen. Von der modernen Großstadt war noch nichts zu sehen.

Vor allem die Ansiedlung und das Wachstum der Magdeburger Metall- und Maschinenindustrie führten ab 1885 zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Die Folge: schlechte hygienische Verhältnisse und dunkle Wohnungen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten durch weiteren Zuzug und verschiedene Eingemeindungen etwa 280.000 Menschen in Magdeburg. Nach dem ersten Weltkrieg waren Wohnungsnot und Mangel an einfach allem an der Tagesordnung. Gute Lösungen mussten her. Da kamen die Ideen des Bauhaus  gerade recht. Die Moderne brach mit voller Wucht herein. Im Kulturhistorischen Museum ist bis Juni eine Ausstellung zu sehen, die diesen Entwicklungsschub in Magdeburg nachzeichnet.

Magdeburg war seit dem Mittelalter preußische Festung. Militärische Belange gingen vor städtische. Die Selbstverwaltung stark eingeschränkt.
Der SPD-Politker Herrmann Beims wird 1919 ohne Gegenstimmen zum Oberbürgermeister gewählt. Mit ihm betritt ein Visionär, Diplomat und Prakmatiker die städtische Bühne. Sein Ziel: Magdeburg sollte zur Hauptstadt Mitteldeutschlands werden.

Die wohl wichtigste Aufgabe, die Stadt modernisieren. Beims gelang es, kreative Köpfe in die Stadt zu holen. Z.B. Bruno Taut, Carl Krayl, Johannes Göderitz, Xanti Schawinski

In Magdeburg war man schon länger offen für schulische Reformbewegungen.
Beims holte Hans Löscher nach Magdeburg. Bald war die Stadt das reformpädagogische Zentrum Deutschlands.

Die Mitglieder der Künstlergruppe Die Kugel widmeten sich dem Spätexpressionismus und dem Dadaismus. Kern der Aktivitäten waren Literarische und musikalische Veranstaltungen, Ausstellungen sowie Diskussionsabende.

Im Jahr 1924 gründete sich in Magdeburg die Organisation Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. Sie bestand aus   Sozialdemokraten, Mitgliedern der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und des Zentrums, als Gegenpol zum ebenfalls hier gegründeten Stahlhelm.

Reichsbanner und Stahlhelm zeigen auch den tiefen Riss in der Gesellschaft jener Zeit.

Noch immer sind die Spuren des Neuen Bauwillens in Magdeburg sichtbar: Schneiders Garten,
Siedlung Cracau, Angersiedlung oder Westernplan. Die Magdeburger leben das. Ein touristisches Angebot lädt Gäste ein, die Magdeburger Moderne zu entdecken.

Ausstellung zu Werbung in den 1920er Jahren im Forum Gestaltung. Magdeburg und die Moderne

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