Geschichte

Magdeburger Literaten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart

021216 MD LiteratenFür das Institut für Germanistik an der hiesigen Otto-von-Guericke-Universität ist es eine wichtige Aufgabe, die regionale Literaturgeschichte in den Focus zu stellen. Im Sommersemester 2013 gab eine Ringvorlesung einen umfassenden Überblick zur Literatur Magdeburgs vom Mittelalter bis heute. In Folge dessen erschien. Unter dem Titel "Magdeburger Literaten von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart" ein Buch. Die Herausgeber stellten es Ende April im Literaturhaus der Öffentlichkeit vor. Literaturwissenschaftler von verschiedenen Universitäten bundesweit stellen in Aufsätzen bedeutende Literaten in ihrer jeweiligen Epoche vor. Der Bogen spannt sich dabei von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart einschließlich der Jahre in der DDR. Eine Zeit, die sehr facettenreich ist bezogen auf die Literaten aber auch auf die Literaturgattungen. Namen wie Otto-von-Guericke und Malachias Siebenhaar prägten nachhaltig Magdeburgs Kultur- und Literaturlandschaft. Aber auch Persönlichkeiten wie zum Beispiel Gabriel Rollenhagen, Stepahn Schütze, Bruno Wille oder auch Marie Nathusius und Georg Kaiser spielen ein beutende Rolle. Viele gingen hier zur Schule wirkten später allerdings nicht in Magdeburg. Impulse für eine kulturelle Belebung der Stadt gab es insbesondere in den Magdeburger Gymnasien. Umrahmt wird das Buch mit Ausführungen zum aktuellen Literaturgeschehen in der Stadt und Gedanken zur Frage nach der Kulturhauptstadt 2025. Ein sehr bedeutendes Buch, dass Magdeburg wiedereinmal als kulturhistorisch wichtigen und wegweisenden Ort hervorhebt. Auch, wenn es wissenschaftlich angelegt ist, so liest es sich doch sehr gut und bietet eine spannende Lektüre. Das Buch ist im Universit ätsverlag Winter Heidelberg erschienen und über den Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich.

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Familienarchiv Alvensleben im Landesarchiv Sachsen-Anahlt

080916 Familienarchiv AlvenslebenDas Landesarchiv entwickelt ein Familienarchiv von Alvensleben. Bereits Mitte Oktober 2015 hatte die Familie von Alvensleben den für die Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt äußerst bedeutenden Archivteil des Gutsarchivs Erxleben II dem Landesarchiv Sachsen-Anhalt zur weiteren Aufbewahrung anvertraut.Dieser befand sich Seit den Nachkriegsjahren im Niedersächsischen Landesarchiv. Über 14 Meter Schriftgut mit 300 Urkunden und zahlreiche Handschriften und Autographen (u. a. von Martin Luther, Philipp Melanchthon, Tilemann Hesshus, Otto von Bismarck, Alfred von Tirpitz und Paul von Hindenburg) gelangten auf diese Weise zurück nach Sachsen-Anhalt. Im Rahmen einer Festveranstaltung konnte das Familienarchiv um ein weiteren wichtigen Archivteil erweitert werden. Urkunden aus den Jahren 1522–1740, die 1945 auf der Flucht nach Westdeutschland gebracht wurden.

Prof. Dr. Ulrike Höroldt (Leiterin des Landeshauptarchives) betonte die herausragende gesellschaftliche und politische Stellung zahlreicher Mitglieder der Familie von Alvensleben. Deren aktive Rolle in Verwaltung, Militär und Politik hätten dafür gesorgt, dass die erhaltene Familienüberlieferung nicht rein privater Natur, sondern von großem öffentlichen Interesse sei.
Zu den Besitztümern zählten im heutigen Sachsen-Anhalt ca. 20 Schlösser und Burgen. Die Familie Alvensleben war seit dem 11 Jh hier in der Region ansässig. Die Zusammenführung und der dauerhafte Erhalt dieses Kulturgutes unter dem Dach des Landesarchivs stelle daher eine „win-win-Situation“ sowohl für die Familie von Alvensleben als auch für die historische Forschung dar.

Weitere herausragende Archivalien, die im neuen Familienarchiv vereint werden sollen, sind die 89 Tagebücher der Oberhofmeisterin Gabriele von Alvensleben. Darin gibt es Einblicke in ihr Leben an der Seite der letzten Kronprinzessin des deutschen Reiches Cecilie (1886–1954)

Desweiteren wird ein Teilnachlass des Direktors der Landesfrauenklinik Magdeburg, Dr. Alkmar von Alvensleben ins Landeshauptarchiv aufgenommen.

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Rotstift-Medienmacht Zensur Öffentlichkeit in der DDR

210616 Rotstift Medienmacht Zensur Öffentlichkeit in der DDRDie Ausstellung „Rotstift - Medienmacht, Zensur und Öffentlichkeit in der DDR“ ist noch bis zum 29. Juli in der Außenstelle Magdeburg des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) zu sehen. Gezeigt wird, wie die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) das Mediensystem zu einem komplexen und allumfassenden Lenkungs- und Kontrollsystem ausbaute. Dabei schloss die Verfassung der DDR eine Pressezensur ausdrücklich aus. Mit ihrer Medienmacht wollte die SED die Massen für die kommunistische Idee gewinnen. Oppositionsgruppen der 80er-Jahre bauten eine Gegenöffentlichkeit auf. Dieses Vorgehen im Verborgenen rief die Staatssicherheit auf den Plan, die solche Strukturen zerschlagen wollte. Die Ausstellung des Archivs Bürgerbewegung Leipzig zeigt, wie die SED-Diktatur den Rotstift im Sinne ihrer ideologischen Wahrheit ansetzte.

 

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Magdeburg und die Reformation

090516 MD Reformation SammelbandEs ist der Erste Sammelband zur Bedeutung Magdeburgs als Brennpunkt der Reformation. Die 22 Aufsätze gruppieren sich um drei chronologische Abschnitte. Der Erzählbogen setzt am Vorabend der Reformation ein, spannt sich über Beginn und Konsolidierung der Reformation in Magdeburg und endet beim Interim und seinen Folgen. Der Sammelband ist ein Gemeinschaftsprojekt des Stadtarchivs Magdeburg, der Stadtbibliothek Magdeburg und des Kulturhistorischen Museums.

 

 

 

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Luther und die Juden - Ausstellung in der Wallonerkirche

250116 LutherunddieJudenDie Ausstellung setzt die Person Martin Luthers und seine antijüdischen Schriften ins Verhältnis zur Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart.  Dabei spielt der Einfluss, den Luthers Haltung zu den Juden auf die nachfolgenden Generationen nahm,  eine besondere Rolle.
Dieser Einfluß reicht bis zur grausamen Vernichtung der Juden in Deutschland in der Zeit des Dritten Reiches. Die Schriften Luthers wurden zur Rechtfertigung dieses Vorgehens herangezogen. In seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“ von 1543 gibt Luther sieben „Empfehlungen“ zum Umgang mit Juden, die wie eine Anstiftung zum Pogrom klingen.

Begleitet wird die Ausstellung durch einige vertiefende Vorträge.  Ebenso wird ein Medienkoffer zur Verfügung stehen, der mit diversen Kultgeräten die jüdische Religion und Kultur veranschaulicht. Darüber hinaus kann die Ausstellung mit dem Smartphone über ein digitales Quiz erschlossen werden. 

Die Ausstellung ist noch bis 29. Februar in der Zeit von 10 bis 14 Uhr  zu sehen.

 

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25 Jahre Mauerfall und Deutsche Einheit

151215 25JahreMauerfall DeutscheEinheitZum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der DDR vor 25 Jahren fanden eine Vielzahl von Veranstaltungen von September 2014 bis April 2015 auch in Magdeburg statt. Dazu hatten einige Akteure dieser Zeit Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert, um noch einmal die Situation vom Herbst 1989 in der DDR darzustellen.

 

 

 

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Hammer Zirkel Stacheldraht - Zwangsarbeit politischer Häftlinge in der DDR

231115 ZwangsarbeitDDRHammer • Zirkel • Stacheldraht ist eine Ausstellung, die erstmals grundlegend die Zwangsarbeit politischer Häftlinge in der DDR im Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt reflektiert. Zwangsarbeit gehörte zu den Kennzeichen der SED-Diktatur. ln der DDR war jede/r zur Arbeit verpflichtet und konnte bei Verweigerung mit Haft bestraft werden. Zwischen 1945 und 1989 gab es auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt etwa 55 Haftstätten ln diesen Gefängnissen oder aus ihnen heraus mussten politische Gefangene in ca. 180 Betrieben Zwangsarbeit verrichten: z.B. im Walzwerk Burg, den chemischen Kombinaten Buna und Bitterfeld, im Magdeburger MAW, in der Braunkohle in Bitterfeld oder im Kupferbergbau. Geplant, verantwortet und ausgebaut wurde das System der Zwangsarbeit durch die SED-Führung im Zusammenwirken von staatlich gelenktem Strafvollzug und Wirtschaft.  Ein wesentlicher Teil wurde für den Export produziert. Unternehmen wie IKEA, Kaufhof, die Bahn profitierten davon. Heute stellen sie sich ihrer Verantwortung. Die jüngsten Betroffenen von Zwangsarbeit im Strafvollzug sind heute ca. 40 Jahre alt. ln der DDR wurden Jugendliche ab 14 Jahren  zur Zwangsarbeit eingesetzt.

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Regimentertreffen der Traditionsvereine aus Magdeburg und Saarlouis

011015 Regimentstreffen 66 30Besuch vom Saarländischen Traditionsverein des Infanterie Regiments 30 "Graf Werder" e.V. " Dieser kam auf Einladung der Traditionsgruppe Infanterie Regiment Nr.66) der FG Festungsanlagen.
Besonder Schwerpunkt allerdings war eine Gedenkveranstaltung am Denkmal der Regimenter am Fürstenwall. Dort wurde ein Kranz niedergelegt. Mit Salutschüssen ehrte man die Toten. Mit den Gästen wurden die Magdeburger Festungsanlagen besichtigt. Die FG Festungsanlagen setzt sich für den Erhalt und die kulturelle Nutzung der zahlreichen Reste der Festung Magdeburg ein.

 

 

 

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