Magdeburg erinnert an die Teilung Europas - Gedenken der Opfer des Eisernen Vorhangs

Freiheitswille zwischen dem Mauerbau 1961 und dem Mauerfall 1989 – dieser zog sich durch die Jahre des Bestehens der DDR. In meinem Buch „deutsch-deutsche Momentaufnahmen“ habe ich die Folgen der Teilung, aber auch die Suche nach Freiheit in den Focus gestellt. So recherchierte ich u.a. das Schicksal eines jungen Magdeburgers. Sommer 1986, das Abitur geschafft, statt Musikstudium sollte er zur NVA. Für Hartmut gab es nur einen Weg: Flucht in den Westen. Über die sog. grüne Grenze – von Tschechien nach Österreich - versuchte er zu fliehen, was misslang. Zu seinem 30. Todestag, 2016, wurde ein Denkmal – symbolisch das ‚Tor zur Freiheit‘ aufgestellt.
Sein Schicksal ist nun Teil von 2 neuen Gedenkorten, die es seit Mitte September in Magdeburg gibt. Ein „Zeitstrahl“ und eine Erinnerungstafel auf der Lothar-Kreyssig-Straße. Beide Kunstwerke haben Magdeburger Schüler erarbeitet. Die Stadtverwaltung und Fachfirmen haben diese verlegt bzw. aufgestellt. Im Fokus stehen 15 Menschen aus unserer Stadt, die, weil sie den Wunsch nach Freiheit hatten, ihr Leben verloren. Der Stadtrat hatte 2019 und 2021 beschlossen, ihnen mit 2 Erinnerungsprojekten im Herzen der Stadt ein Denkmal zu setzen. Schüler entwickelten künstlerische Vorschläge zu Gestaltung, setzten sich mit der Geschichte auseinander und arbeiteten die Biografien der Opfer aus.
Der „Zeitstrahl“ ist eingelassen im Gehweg und platziert zwischen dem Fragment der Berliner Mauer und dem Bürgerdenkmal. Er erinnert an die historischen Wegstationen einer Epoche, die mit dem Mauerbau 1961 begann und der Friedlichen Revolution 1989 endete. Auch 2 Magdeburger Ereignisse sind zu finden: die Anfänge der internationalen „Aktion Sühnezeichen“ und das erste große Friedensgebet im Herbst 1989.
Eine Gedenktafel erinnert an die Mauer-Opfer aus Magdeburg. Ihre Namen finden sich nun auf einer Gedenktafel, die gestalterisch an eine Grabplatte angelehnt in das schon vorhandene Segment der Berliner Mauer integriert wurde.
Die Denkmäler mahnen die Achtung der Menschenwürde an. Aber sie laden auch zur Begegnung zwischen denen, die hier einst lebten, und jenen, die heute hier Zukunft gestalten, ein.

Magdeburg erinnert an die Teilung Europas  - Gedenken der Opfer des Eisernen Vorhangs

Magdeburg erinnert an die Teilung Europas - Gedenken der Opfer des Eisernen Vorhangs

Magdeburg erinnert an die Teilung Europas - Gedenken der Opfer des Eisernen Vorhangs

Freiheitswille zwischen dem Mauerbau 1961 und dem Mauerfall 1989 – dieser zog sich durch die Jahre des Bestehens der DDR. In meinem Buch „deutsch-deutsche Momentaufnahmen“ habe ich die Folgen der Teilung, aber auch die Suche nach Freiheit in den Focus gestellt. So recherchierte ich u.a. das Schicksal eines jungen Magdeburgers. Sommer 1986, das Abitur geschafft, statt Musikstudium sollte er zur NVA. Für Hartmut gab es nur einen Weg: Flucht in den Westen. Über die sog. grüne Grenze – von Tschechien nach Österreich - versuchte er zu fliehen, was misslang. Zu seinem 30. Todestag, 2016, wurde ein Denkmal – symbolisch das ‚Tor zur Freiheit‘ aufgestellt.
Sein Schicksal ist nun Teil von 2 neuen Gedenkorten, die es seit Mitte September in Magdeburg gibt. Ein „Zeitstrahl“ und eine Erinnerungstafel auf der Lothar-Kreyssig-Straße. Beide Kunstwerke haben Magdeburger Schüler erarbeitet. Die Stadtverwaltung und Fachfirmen haben diese verlegt bzw. aufgestellt. Im Fokus stehen 15 Menschen aus unserer Stadt, die, weil sie den Wunsch nach Freiheit hatten, ihr Leben verloren. Der Stadtrat hatte 2019 und 2021 beschlossen, ihnen mit 2 Erinnerungsprojekten im Herzen der Stadt ein Denkmal zu setzen. Schüler entwickelten künstlerische Vorschläge zu Gestaltung, setzten sich mit der Geschichte auseinander und arbeiteten die Biografien der Opfer aus.
Der „Zeitstrahl“ ist eingelassen im Gehweg und platziert zwischen dem Fragment der Berliner Mauer und dem Bürgerdenkmal. Er erinnert an die historischen Wegstationen einer Epoche, die mit dem Mauerbau 1961 begann und der Friedlichen Revolution 1989 endete. Auch 2 Magdeburger Ereignisse sind zu finden: die Anfänge der internationalen „Aktion Sühnezeichen“ und das erste große Friedensgebet im Herbst 1989.
Eine Gedenktafel erinnert an die Mauer-Opfer aus Magdeburg. Ihre Namen finden sich nun auf einer Gedenktafel, die gestalterisch an eine Grabplatte angelehnt in das schon vorhandene Segment der Berliner Mauer integriert wurde.
Die Denkmäler mahnen die Achtung der Menschenwürde an. Aber sie laden auch zur Begegnung zwischen denen, die hier einst lebten, und jenen, die heute hier Zukunft gestalten, ein.