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Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts beschränkte sich das Stadtgebiet Magdeburgs auf die eng gezogenen Mauern der Altstadt mit den Festungsanlagen. Von der modernen Großstadt war noch nichts zu sehen.

Vor allem die Ansiedlung und das Wachstum der Magdeburger Metall- und Maschinenindustrie führten ab 1885 zu einer regelrechten Bevölkerungsexplosion. Die Folge: schlechte hygienische Verhältnisse und dunkle Wohnungen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten durch weiteren Zuzug und verschiedene Eingemeindungen etwa 280.000 Menschen in Magdeburg. Nach dem ersten Weltkrieg waren Wohnungsnot und Mangel an einfach allem an der Tagesordnung. Gute Lösungen mussten her. Da kamen die Ideen des Bauhaus  gerade recht. Die Moderne brach mit voller Wucht herein. Im Kulturhistorischen Museum ist bis Juni eine Ausstellung zu sehen, die diesen Entwicklungsschub in Magdeburg nachzeichnet.

Am Standort Hängelsberge soll eine Deponie für nichtverwertbare Abfälle errichtet werden. Ebenso soll hier Bioabfallvergärungsanlage errichtet werden.
Die geplante Anlage soll rund 10.000 Tonnen Bioabfälle pro Jahr aus den Biotonnen der Magdeburger Haushalte aufnehmen sowie etwa 5.000 Tonnen Grünabfälle pro Jahr, die aus der Erfassung der kommunalen Wertstoffhöfe gesammelt wurden.


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Startschuss für „Magdeburg putzt sich!" 2019

Die Region Sachsen-Anhalt hat viele Impulsgeber. Im Norden geprägt durch die Hanse, im Osten durch Preußen und im Süden durch den Bergbau. Genauso vielfältig sind die Erfindungen, die in dem Buch „ echt clever geniale Erfindungen aus Sachsen-Anhalt“, erschienen im Wartberg Verlag, zu finden sind.

Über 45 Geschichten aus unterschiedlichen Bereichen stellen eine Vielzahl kluger Köpfe, die mit ihrem Ideenreichtum und unermüdlichem Erfindergeist das alltägliche Leben nicht nur in Sachsen-Anhalt bereichert und erleichtert haben, vor.

Entdecker, Erfinder, Visionäre, Wissenschaftler, Liebhaber der schönen Künste und Ingenieure, davon lebten viele in der Region des heutigen Sachsen-Anhalt. Von der Altmark und der Börde im Norden, über den Harz im Südwesten bis hin zur Region Anhalt – dieses Land ist vielfältig.

Haben Sie gewusst, dass es bereits im 17. Jahrhundert ein analoges Facebook gab? Mit ihren 890 Mitgliedern war eine Sprachakademie aus Köthen die größte literarische Gruppe des Barock. Aber auch der Meister der vertonten Ballade Carl Loewe hinterließ Spuren.

„Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum.“ Singen kann diese Liedzeile aus Schuberts Winterreise wohl jeder. Der Dessauer Dichter selbst ist eher unbekannt. Erste Flugversuche, sei es mit einem Raketenauto auf Schienen, einer Pilotenrakete oder mit einem Dreidecker-Flugzeug – die Ingenieure wagten Unglaubliches. Auf der Leipziger Messe 1852 bot der Zeitzer Stellmacher E. A. Naether einen Kinderziehwagen an.

Aber auch die Süße für die Leckereien kommt aus dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt. 1838 wurde in der Börde die erste Zuckerfabrik in Betrieb genommen und den Süßstoff Saccharin hat ein Magdeburger Chemiker entdeckt. Dieser Erfindergeist in dieser Region lebt bis heute.
Neugierig geworden? Kommen Sie mit auf eine spannende Reise durch die Jahrhunderte!

In Magdeburg sind von Seiten der Verwaltung im vergangenen Jahr mehr Bäume gepflanzt bzw. Pflanzungen angeordnet als gefällt worden.
So hat 2018 allein der Eigenbetrieb Stadtgarten und Friedhöfe Magdeburg  1.105 Bäume neu gepflanzt. 775 Bäume fällte man aus Gründen der Gefahrenabwehr. Die Untere Umweltschutzbehörde hat im privaten Bereich Fällanträge für 1.053 Bäume genehmigt. Im Gegenzug wurden 882 Ersatzpflanzungen angeordnet. Die MVB habenim Rahmen der Straßenbahnneubautrasse 73 Bäume gefällt. Im Gegenzug werden dafür 112 Bäume neu gepflanzt.

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Internationale Wochen gegen Rassismus+++Ehrenamtliche Wahlhelfer in Magdeburg gesucht

Der Musikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Hofmann aus Göttingen ist mit dem Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg geehrt worden. Der Preis wurde ihm im Rahmen eines Festaktes im Gesellschaftshaus von Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper überreicht. Die Landeshauptstadt Magdeburg würdigt mit der Auszeichnung das umfangreiche und besondere Engagement von Prof. Dr. Klaus Hofmann im Hinblick auf die wissenschaftliche Erschließung und Aufarbeitung der Werke von Georg Philipp Telemann. Über ein halbes Jahrhundert hinweg hat er mehr als einhundert Kompositionen Telemanns herausgegeben, darunter viele Entdeckungen und Erstveröffentlichungen.

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neues AOK Kundencenter in Sudenburg+++Baustellen im Stadtgebiet

In der Stadtbibliothek ist derzeit die Wanderausstellung "Rassendiagnose: Zigeuner" zu sehen
Die umfangreiche Wanderausstellung „Rassendiagnose: Zigeuner“ zeigt die Ausgrenzung und Entrechtung der Minderheit durch die Nationalsozialisten bis hin zur systematischen Ermordung im besetzten Europa während des Zweiten Weltkriegs.
Der Titel der Ausstellung geht auf die menschenverachtende pseudowissenschaftliche Kategorisierung der Sinti und Roma durch die Nazis zurück.  Im Volksmund „Zigeuner“ genannt galten als „Untermenschen" .

Etwa 500 000 Sinti und Roma wurden bis 1945 ermordet. Auf mehr als 40 Ausstellungstafeln sowie zwölf Informationstischen lassen sich anschaulich und umfassend der Entrechtungsprozess, der Völkermord und auch die Nachkriegsgeschichte nachvollziehen.

In Magdeburg gab es ein sog Zigeunerlager am Holzweg. Die bekannteste Bewohnerin des Lagers war Erna Lauenburger, die das Vorbild für Unku in dem 1931 erschienenen Kinderbuch Ede und Unku von Grete Weiskopf war.
Die Stadt Magdeburg war eine der ersten Städte, die eine Gedenkstätte für Sinti und Roma errichtete. Im Park am Fürstenwall unweit vom Dom gestaltete 1998 der Magdeburger Bildhauer Wolfgang Roßdeutscher ein Denkmal zur Erinnerung an 470 Magdeburger Sinti und Roma, die in Konzentrationslagern ermordet wurden.

 

 
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