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Das Lothar-Kreyssig-Ökumezentrum der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland hat ein neues Online-Portal zu den mosambikanischen Vertragsarbeitern in der DDR gestartet. Ziel ist es, den Umgang mit früheren Vertragsarbeitern aus Mosambik, die in der DDR tätig gewesen sind, aufzuarbeiten. Das Webprojekt ist in deutscher und portugiesischer Sprache.
Vor über 40 Jahren, am 24. Februar 1979, schlossen die DDR und die Volksrepublik Mosambik einen Staatsvertag. Dieser regelte unter anderem den Einsatz mosambikanischer Arbeitskräfte in der DDR. Er beeinflusste die Lebenswege von mehr als 20.000 mosambikanischen Vertragsarbeitern. Die deutsche Wiedervereinigung, aber auch ihre Rückkehr nach Mosambik, brachte für viele schwerwiegende Nachteile und Unrecht. Ihre Leistungen wurden zumeist nicht anerkannt, versprochene Lohntransfers hielten staatliche Stellen in Mosambik zurück.  Seit Jahrzehnten kämpfen die Rückkehrer, in Mosambik „Mad-Germanes“ genannt, um Respekt und Anerkennung.

Ein Thema auf der Webseite ist die 2. Generation. Viele Vertragsarbeiter gingen gründeten mit einer Frau aus der DDR eine Familie. Die meisten mosambikanischen Väter mussten nach 1990 zurückkehren. Zurückblieben die deutschen Mütter mit den Kindern hier. Selten wuchsen deutsch-mosambikanische Kinder mit beiden Elternteilen auf. Geplant ist, dass Mütter und Kinder in Video-Interviews aus ihrer Perspektive berichten.

Das Online-Portal ist zu finden unter: www.vertragsarbeit-mosambik-ddr.de

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