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„Die Treuhand– die größte Vernichtung von Produktivvermögen in Friedenszeiten“

Prof. Dr. Christa Luft,
Wirtschaftsministerin in der DDR-Regierung Modrow


Die Treuhandpolitik brach 1990 wie ein Schicksalsschlag über die Ostdeutschen herein. Waren sie im Herbst 1989 selbstbewusst für Freiheit und Demokratie auf die Straßen gegangen, nahm ihr Leben nun eine ungewollte Wendung. 9.000 volkseigene Betriebe mit insgesamt 4,1 Millionen Arbeitsplätzen sollte die Treuhandanstalt innerhalb kürzester Zeit "markttauglich" machen. Die Betriebe wurden privatisiert oder liquidiert. Millionen Menschen verloren ihren Arbeitsplatz.
Die totale Umstrukturierung der ostdeutschen Wirtschaft, eine Marktumverteilung zugunsten des Westens.

Eigentlich wurde diese Einrichtung geschaffen, um das Volkseigentum zu bewahren und es zu treuen Händen verwalten. Die eigentliche Idee unter Modrow sah eine behutsame Privatisierung sowie einen großen Anteil an Staatsbetrieben vor. Diese wurde unter der Regierung De Maiziere fallen gelassen. Statt dessen: Der Ausverkauf des DDR Vermögens.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lässt in ihrer Ausstellung Zeitzeug*innen aus 13 ausgewählten Branchen beispielsweise aus dem SKET Magdeburg, dem Fernsehwerk Staßfurt oder der Neptunwerft Rostock zu Wort kommen. Als lebensgroße Porträts treten sie den Besucher*innen in der Ausstellung buchstäblich auf Augenhöhe gegenüber und berichten von ihren Erfahrungen. Über QR-Code können kurze Sequenzen aus ihren Erzählungen angehört werden, in denen sich die damalige Stimmungslage auch heute noch widerspiegelt.

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