Geschichte

Am 17. Juni 1953 gingen in der DDR Hunderttausende auf die Straße. Sie forderten neben dem Rücktritt von SED-Chef Walter Ulbricht u.a. freie Wahlen und die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands.
Die Staatsmacht reagiert mit Gewalt. Auch in Magdeburg schlug die sowjetische Besatzungsmacht den Volksaufstand mit Waffengewalt nieder. Tote und Verletzte waren zu beklagen.

Noch bis zum 2. Juli 2019 präsentiert die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg in ihren Räumen die Sonderausstellung „Magdeburg 17. Juni 1953“.
Die von der Gedenkstätte im vorigen Jahr mit finanzieller Unterstützung der Landeshauptstadt Magdeburg neu erarbeitete Wanderausstellung vermittelt Informationen über die politische und gesellschaftliche Situation Anfang der 1950er Jahre in der DDR die am 17. Juni 1953 in landesweiten Aufständen, Streiks und Demonstrationen mündeten.

„Kinder des Krieges“ heißt ein neues deutsch-ukrainisches Buch. Der im Kiewer Phönix-Verlag in deutscher und ukrainischer bzw. russischer Sprache erschienene Band enthält die Erinnerungen von 29 Männern und Frauen aus beiden Ländern, die die Zeit des Zweiten Weltkriegs als Kinder und Jugendliche miterlebt haben. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven berichten sie über frühe Erlebnisse, die ihr weiteres Leben bis ins hohe Alter bestimmt haben. Komplettiert wird das sowohl mit Kindheits- als auch aktuellen Porträtfotos illustrierte Buch durch ein Essay der Schriftstellerin Katja Petrowskaja.

Operationen gegen Hitler

Die NS-Zeit rückt immer wieder in unser Gedächtnis. Vor allem aber die Frage der Schuld. Worin machen wir fest, wer Täter und Unterstützer der Nazis war? Der Historiker Christian Hardinghaus setzt sich in seinem aktuellen Buch „Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Operationen gegen Hitler“ mit dieser Thematik intensiv auseinander.

Der Chirurg Ferdinand Sauerbuch war für Hardinghaus der ausschlaggebende Punkt. Ein Arzt, der Zeit seines Lebens und auch noch Jahre nach dem Tod als Chirurg und als Leiter der Berliner Charité weltweit ein hohes Ansehen hatte. Aber genau das war es, was für die Nazis unter Hitler so interessant war. Sauerbruch als „Aushängeschild“, eine Person mit der sich das Dritte Reich einen guten Namen machen konnte.  Die Folge Auszeichnungen, besondere Posten für Ferdinand Sauerbruch.

Wir befragten den Autor auf der Leipziger Buchmesse zum Buch.

Am 25. Oktober 2018 war  Batsheva Dagan auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in der Zentralbibliothek am Breiten Weg zu Gast in Magdeburg, um  Schülern der 10. Klasse von ihrer Zeit als Teenagerin im KZ Auschwitz zu erzählen sowie den Jugendlichen ihre Fragen zu beantworten.
Zwar fällt es der Autorin und Pädagogin schwer, über ihre Erlebnisse zu erzählen, doch reist sie zwei- bis dreimal im Jahr aus ihrer Heimat Israel nach Europa, um Kindern und Jugendlichen über ihre Lebensgeschichte zu erzählen.
Am Ende führte ihr Weg nach Israel, wo sie eine Familie gründete und sich als Pädagogin und Psychologin ausbilden ließ. Heute setzt sich die 93 jährige aktiv für das Gedenken an den Holocaust ein
Sie schreibt  Kinderbücher zu diesem Thema. Ihr erfolgreiches Buch „Chika, die Hündin im Ghetto“ wurde in mehreren Sprachen übersetzt und verfilmt.

Die Friedliche Revolution liegt 30 Jahre zurück. Zeit, sich daran zu erinnern. Die Gedenkestätte in Marienborn gibt einen umfassenden Einblick in die Deutsche Teilung.

29.01.19. In diesem Jahr ist die friedliche Revolution 30 Jahre her. Es gibt genug Grund zum feiern, weil danach die Mauer fiel und Europa zusammen wuchs. Aber es gibt auch genug Grund zur Sorge, weil  etwa die Briten die Europäische Union verlassen wollen und damit das Europäische Wertesystem auf den Kopf stellen oder weil sich die Feinde der Demokratie daran machen, die EU zu zerstören. Beide Gedanken sollten einem bewegen, wenn man die Gedenkstätte Marienborn besucht. Unser Film will darin erinnern, daß das heutige Europa sehr viel mit dem Verschwinden der Innerdeutschen Grenze zu tun hat.

 

Stadtgeschicht to go: Metropole im Ottonischen Reich,Sitz des neugeschaffenen Erzbistums, Hansestadt, Wiege des Magdeburger Rechts, die Stadt, die den lutherischen Glauben fanatisch lebte und verteidigt. Eine Stadt auf dem Wege zu eijner modernen europäischen Großstadt

Auf gut 200 Seiten kann man über 1200 Jahre Stadtgeschichte nachlesen.
Der Autor Matthias Puhle nimmt den Leser mit kleinen Geschichten auf eine spannende und oft recht abenteuerliche Reise durch die Jahrhunderte.

Sehr konzentriert und faktenreich ausgeschmückt, stellt sich Magdeburg als eine überaus geschichtsträchtige Stadt dar, die immer wieder nach Schicksalsschlägen aufsteht und konsequent ihren Weg geht. Vielleicht etwas trotzig.
Kontinuität und zwei völlige Zerstörungen prägen bis heute den Charakter der Stadt.
Immer wieder mussten die Bewohner ihre Identität in dieser Stadt finden.
Eins wird mit dem Buch von Matthias Puhle deutlich, Magdeburg ist eine Stadt, die mit ihrer Geschichte einen festen Platz in Europa hat und eine große Ausstrahlung besitzt.

 

Magdeburg. Kleine Stadtgeschichte, Friedrich Pustet Verlag

 

 

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