Geschichte

Ausstellung „REVOLUTION! 1989/90 in Magdeburg und im Bezirk“ im Landesarchiv Sachsen-Anhalt
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Friedlichen Revolution präsentiert das Landesarchiv Sachsen-Anhalt in Magdeburg die Ausstellung REVOLUTION! 1989/90 in Magdeburg und im Bezirk.
Zu sehen sind einzigartige, noch nie öffentlich ausgestellte Originaldokumente aus den Magazinen, die Schlaglichter auf die rasanten Entwicklungen von 1988 bis 1990 in Magdeburg und der Region werfen. Bislang unveröffentlichte Tonaufnahmen, z. B. von einer Gewerkschaftsversammlung des SKET im November 1989, vermitteln authentische Eindrücke von den Geschehnissen, Beteiligten und Stimmungen.

Im Landesarchiv lagern etwa 19 laufende km Akten aus der Zeit zwischen 1945 und 1989- aus den ehemaligen DDR-Bezirken Halle und Magdeburg. Die Aufarbeitung der DDR-Geschichte ist vorraniges Ziel.

Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 30. Juni 2020 montags und donnerstags von 9-17 Uhr und dienstags und mittwochs von 9-19 Uhr kostenlos im Landesarchiv in der Brückstraße 2.
Außerdem bietet das Landesarchiv Sachsen-Anhalt regelmäßig öffentliche Führungen und auf Nachfrage auch Gruppenführungen an.

Operationen gegen Hitler

Die NS-Zeit rückt immer wieder in unser Gedächtnis. Vor allem aber die Frage der Schuld. Worin machen wir fest, wer Täter und Unterstützer der Nazis war? Der Historiker Christian Hardinghaus setzt sich in seinem aktuellen Buch „Ferdinand Sauerbruch und die Charité. Operationen gegen Hitler“ mit dieser Thematik intensiv auseinander.

Der Chirurg Ferdinand Sauerbuch war für Hardinghaus der ausschlaggebende Punkt. Ein Arzt, der Zeit seines Lebens und auch noch Jahre nach dem Tod als Chirurg und als Leiter der Berliner Charité weltweit ein hohes Ansehen hatte. Aber genau das war es, was für die Nazis unter Hitler so interessant war. Sauerbruch als „Aushängeschild“, eine Person mit der sich das Dritte Reich einen guten Namen machen konnte.  Die Folge Auszeichnungen, besondere Posten für Ferdinand Sauerbruch.

Wir befragten den Autor auf der Leipziger Buchmesse zum Buch.

Kranzniederlegung zum Jahrestag des Attentates auf Hitler

 

 Henning von Tresckow war maßgeblich an der Vorbereitung des Attentats beteiligt, das Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 auf Hitler in dessen ostpreußischem Bunker verübte. Da von Tresckow kurz zuvor an die polnische Front versetzt worden war, konnte er sich an der unmittelbaren Ausführung des Attentates nicht beteiligen.
Nach dem Scheitern nahm er sich ander Ostfront das Leben.


Die Gedenkstele für Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 2001 zu seinem 100. Geburtstag an der gleichnamigen Straße enthüllt. Seitdem finden hier jährlich zum Jahrestag des Hitler-Attentates vom 20. Juli 1944 Gedenkveranstaltungen statt.


Henning von Tresckow wurde am 10. Januar 1901 in Magdeburg als Sohn einer pommerschen Adelsfamilie geboren. Hier verbrachte er einige Jahre seiner Kindheit. Bereits als Jugendlicher trat er in die kaiserliche Armee ein. Er folgte damit der langen preußisch-militärischen Tradition seiner Familie und wurde 1918 zu einem der jüngsten Leutnants seines Regiments ernannt. Zwischen den Weltkriegen begann er ein Jurastudium und arbeitete einige Jahre als Bankkaufmann an der Börse. 1926 ging er erneut zur Reichswehr und wurde hier im Jahre 1928 zum Oberstleutnant befördert.

„Kinder des Krieges“ heißt ein neues deutsch-ukrainisches Buch. Der im Kiewer Phönix-Verlag in deutscher und ukrainischer bzw. russischer Sprache erschienene Band enthält die Erinnerungen von 29 Männern und Frauen aus beiden Ländern, die die Zeit des Zweiten Weltkriegs als Kinder und Jugendliche miterlebt haben. Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven berichten sie über frühe Erlebnisse, die ihr weiteres Leben bis ins hohe Alter bestimmt haben. Komplettiert wird das sowohl mit Kindheits- als auch aktuellen Porträtfotos illustrierte Buch durch ein Essay der Schriftstellerin Katja Petrowskaja.

Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg am 17. Juni 2019, 16:00 Uhr

Am 17. Juni 1953 gingen in der DDR Hunderttausende auf die Straße. Sie forderten neben dem Rücktritt von SED-Chef Walter Ulbricht u.a. freie Wahlen und die Wiederherstellung der Einheit Deutschlands. Die Staatsmacht reagiert mit Gewalt. Auch in Magdeburg schlug die sowjetische Besatzungsmacht den Volksaufstand mit Waffengewalt nieder. Tote und Verletzte waren zu beklagen. Unzählige politisch motivierte Strafverfahren gegen Aufständische führten hier auch zu drei vollstreckten Todesurteilen.

 

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Am 25. Oktober 2018 war  Batsheva Dagan auf Einladung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in der Zentralbibliothek am Breiten Weg zu Gast in Magdeburg, um  Schülern der 10. Klasse von ihrer Zeit als Teenagerin im KZ Auschwitz zu erzählen sowie den Jugendlichen ihre Fragen zu beantworten.
Zwar fällt es der Autorin und Pädagogin schwer, über ihre Erlebnisse zu erzählen, doch reist sie zwei- bis dreimal im Jahr aus ihrer Heimat Israel nach Europa, um Kindern und Jugendlichen über ihre Lebensgeschichte zu erzählen.
Am Ende führte ihr Weg nach Israel, wo sie eine Familie gründete und sich als Pädagogin und Psychologin ausbilden ließ. Heute setzt sich die 93 jährige aktiv für das Gedenken an den Holocaust ein
Sie schreibt  Kinderbücher zu diesem Thema. Ihr erfolgreiches Buch „Chika, die Hündin im Ghetto“ wurde in mehreren Sprachen übersetzt und verfilmt.

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