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Gegen das Vergessen

Ein Haus für eine Dauerausstellung. Das war ein lang gehegtes Ziel. Nun eröffnete die Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe ein Dokumentationszentrum. Am Internationalen Tag der Demokratie.
Kern ist die Dauerausstellung „Gardelegen 1945. Das Massaker und seine Nachwirkungen.“ Dabei setzt man sich am historischen Tatort mit dem Todesmarschverbrechen der Nazis auseinander.



Die Ausstellung betrachtet das Massaker von allen Seiten.
Es kommen Opfer zu Wort. Durch private Fotos erhalten sie ihren Namen und ihr Gesicht zurück.
Zudem richtet sich der Blick auf die europaweite Räumung der deutschen Konzentrationslager vor den alliierten Truppen.

Des weiteren geht es um die Täter. Besucher können und sollen nach Motivation und alternativem Handeln fragen.

Es geht aber genauso um die Erinnerungskultur verschiedener Zeitepochen. Geschichtspolitische Deutung zu DDR-Zeiten gegenüber den Entwicklungen seit der Wiedervereinigung. Offizielle Geschichtsbilder gegenüber zivilgesellschaftlichem Engagement.
 

Aber auch die regionale NS-Gesellschaft in der Altmark steht im Mittelpunkt.
Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Transportzüge und Gewaltmärsche nach Gardelegen.

Die Dauerausstellung ergänzt das bestehende Mahnmal im Außengelände. Beides lässt sich einzeln besuchen.

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