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Wolfgang Bauernfeind stellt mit seinem Buch, dass Anfang 2019 im Mitteldeutschen Verlag erschienen ist,  Jacob Böhme in den Mittelpunkt. Ein Schuster aus Görlitz, der zum „ersten deutschen Philosophen“ , wie Hegel ihn bezeichnete, wurde. Der Görlitzer Mystiker und Theosoph erlebte die Zeit des ausgehenden 16. Jahrhunderts und Anfang des 17. Jahrhunderts. Eine politisch sehr bewegte Zeit, vor allem wegen der religiösen Konflikte nach der Reformation.  
In dem Roman lässt ein Fund von vermeintlichen Böhme-Schriften die Fachwelt aufhorchen, alles pilgert nach Görlitz, der Stadt, in der Jacob Böhme lebte und wirkte. Der Autor Wolfgang Bauernfeind lässt Experten aus der ganzen Welt zusammenkommen: Philosophen, Naturwissenschaftler, Mystiker, Alchimisten, jeder geht auf seine Weise auf Spurensuche.
Treffpunkt ist der Lesesaal der altehrwürdigen Oberlausitzischen Bibliothek. Genau die Kulisse für anregende Gespräche, Mutmaßungen und Spekulationen. Immer auf der Suche nach der Weltformel von Jacob Böhme.

In den Tagen als die Fachwelt über die gefundenen Böhme-Schriften grübelt, passieren allerlei merkwürdige Dinge in Görlitz. Der Geist von Böhme und seiner Wegbegleiter sowie Widersacher scheinen allgegenwärtig. Aber auch neuere dunkle Gestalten kreuzen so manchen Weg.

Der Autor stellt seinem Leser eine brisante und abwechslungsreiche Mischung zusammen. Ähnlich dem Schrak, der sich nach alten Rezepturen in der ältesten Apotheke von Görlitz wieder erwecken lässt. Oftmals erzählt Wolfgang Bauernfeind seine Geschichte mit einem kleinen Augenzwinkern und gibt so dem Text etwas lebendiges.

Schon der Schriftsteller Hermann Hesse sagte über Jakob Böhme: „Er ist nicht nur schwer zu lesen, so wie etwa Kant in vielen Kapiteln schwer zu lesen ist. Er ist überhaupt nicht zu lesen, wenn die Einstellung fehlt.“ Von daher ist das Buch ein erster Weg in die Gedankenwelt von Jacob Böhme.

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