DDR-Geschichte

Roland Berbig - Auslaufmodell "DDR-Literatur"

Roland Berbig, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat im Christoph Links Verlag zum Thema Forschungen zur DDR-Gesellschaft das Buch „Auslaufmodell „DDR-Literatur“ im März 2018 herausgebracht. Das Buch knüpft an die Ausführungen der Dokumentation „Stille Post Inoffizielle Schriftstellerkontakte zwischen West und Ost“, erschienen 2005, an. Diesmal stehen die Literaten aus der DDR im Fokus seiner Analyse. Wie ist der Begriff „DDR-Literatur“ zu fassen? Die DDR, 1949 gegründet, war ein neues Staatengebilde nach der langen Zeit des Krieges. Von daher finden hier viele sozialistisch gesinnte Menschen ihre Heimat. Wie sich später der Sozialismus ausgestaltet, wird sich zeigen. Von daher vereint die Literatur in der DDR Schriftsteller verschiedener Generationen mit zahlreichen Lebenserfahrungen. Von Bertolt Brecht und Johannes R. Becher über Peter Huchel über Helga M. Nowak und Thomas Brasch bis hin zu Bert Papenfuß und Uwe Kolbe. Der Autor Roland Berbig zeigt dies eindrucksvoll und authentisch mit Briefen und Essays auf. Dies ergibt ein sehr intimes und offenes Bild über die Literaten in der DDR. Der Germanist geht aber noch weiter und spricht die Schriftsteller direkt mit 3 kurzen Fragen per Brief an. Er nutzt das nicht nur als Quelle für seine Ausführungen, er lässt den Leser seines Buchs sich selbst ein Bild machen, indem er den Briefverkehr in Auszügen veröffentlicht. Sehr gut gefallen hat mir persönlich, dass die Dokumentation ein Projekt ist, dass Roland Berbig mit einer studentischen Forschungsgruppe umgesetzt hat. So erhält dieses Buch nochmal einen ganz frischen Blick von einer Generation, die die Zeit der DDR aus einer ganz anderen Perspektive sieht. Alles in allem ein wichtiges Buch, um das untergegangene Land DDR nicht endgültig zu vergessen. Es hat auch bleibende Werte, wie die Literaten aus dieser Zeit, hinterlassen.

 

Anja Goerz über Identität im Osten Deutschlands

Roland Berbig - Auslaufmodell "DDR-Literatur"

 

Roland Berbig - Auslaufmodell "DDR-Literatur"

Roland Berbig, Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat im Christoph Links Verlag zum Thema Forschungen zur DDR-Gesellschaft das Buch „Auslaufmodell „DDR-Literatur“ im März 2018 herausgebracht. Das Buch knüpft an die Ausführungen der Dokumentation „Stille Post Inoffizielle Schriftstellerdkontakte zwischen West und Ost“, erschienen 2005, an. Diesmal stehen die Literaten aus der DDR im Fokus seiner Analyse. Wie ist der Begriff „DDR-Literatur“ zu fassen? Die DDR, 1949 gegründet, war ein neues Staatengebilde nach der langen Zeit des Krieges. Von daher finden hier viele sozialistisch gesinnte Menschen ihre Heimat. Wie sich später der Sozialismus ausgestaltet, wird sich zeigen. Von daher vereint die Literatur in der DDR Schriftsteller verschiedener Generationen mit zahlreichen Lebenserfahrungen. Von Bertolt Brecht und Johannes R. Becher über Peter Huchel über Helga M. Nowak und Thomas Brasch bis hin zu Bert Papenfuß und Uwe Kolbe. Der Autor Roland Berbig zeigt dies eindrucksvoll und authentisch mit Briefen und Essays auf. Dies ergibt ein sehr intimes und offenes Bild über die Literaten in der DDR. Der Germanist geht aber noch weiter und spricht die Schriftsteller direkt mit 3 kurzen Fragen per Brief an. Er nutzt das nicht nur als Quelle für seine Ausführungen, er lässt den Leser seines Buchs sich selbst ein Bild machen, indem er den Briefverkehr in Auszügen veröffentlicht. Sehr gut gefallen hat mir persönlich, dass die Dokumentation ein Projekt ist, dass Roland Berbig mit einer studentischen Forschungsgruppe umgesetzt hat. So erhält dieses Buch nochmal einen ganz frischen Blick von einer Generation, die die Zeit der DDR aus einer ganz anderen Perspektive sieht. Alles in allem ein wichtiges Buch, um das untergegangene Land DDR nicht endgültig zu vergessen. Es hat auch bleibende Werte, wie die Literaten aus dieser Zeit, hinterlassen.

zum Interview: Roland Berbig - Auslaufmodell "DDR-Literatur"

 

 

Cover Briefe ohne UnterschriftRezension Susanne Schädlich „Briefe ohne Unterschrift. Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte.“, Knaus Verlag 2017

In den ersten Jahren nach Gründung der DDR wagt der BBC in seinem deutschen Radioprogramm ab 1949 bis 1974 ein gewagtes Projekt. Interessiert an den Zuhörern in der DDR, rufen die Akteure auf „Schreiben Sie uns, wo immer Sie sind, was immer Sie auf dem Herzen haben!“ Durch die hohe Resonanz entsteht so die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“, die einmal pro Woche Zuschriften vorstellt und vorträgt. Die britischen Journalisten erhalten einen Spiegel vom Leben der Menschen in der DDR, ihre Sorgen und Ängste. Erst recht nach dem Mauerbau 1961, Briefe, die die Staatssicherheit auf den Plan rufen.
zur vollständigen Rezension: neu Rezension: „Briefe ohne Unterschrift"

 

 

Buchpremiere auf der Buchmesse Leipzig 2018:

Mut und Zivilcourage – auch in Magdeburg haben die Bürger mit  diesen Prinzipienden Weg für die Demokratie geebnet. Am 18. September 1989 fand im Magdeburger Dom das erste „Gebet für gesellschaftliche Erneuerung“ statt, das den Bürgern fortan eine Plattform bot, um friedlich für die eigenen Rechte zu demonstrieren. Wenige Wochen später wurden die Montagsgebete erhört – doch Mauerfall und Einheit waren damals nur der Anfang. Salka Schallenberg, Redakteurin des Magdeburger Lokalfernsehens, dokumentiert in diesem Bildband, wie die Magdeburger die Zeit nach der Wende erlebt und Stück für Stück gemeistert haben. Anhand von mehr als 50 Abbildungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen erinnert sie an die tiefgreifenden Veränderungen in ihrer Heimatstadt und rückt die Jahre 1989 bis 1995 durch eindrucksvolle Zeitzeugenberichte in eine greifbare Nähe. Das Ergebnis ist eine bewegende Zeitreise in die jüngste Vergangenheit Magdeburgs.
 

 

Cover Briefe ohne UnterschriftRezension Susanne Schädlich „Briefe ohne Unterschrift. Wie eine BBC-Sendung die DDR herausforderte.“, Knaus Verlag 2017

In den ersten Jahren nach Gründung der DDR wagt der BBC in seinem deutschen Radioprogramm ab 1949 bis 1974 ein gewagtes Projekt. Interessiert an den Zuhörern in der DDR, rufen die Akteure auf „Schreiben Sie uns, wo immer Sie sind, was immer Sie auf dem Herzen haben!“ Durch die hohe Resonanz entsteht so die Sendung „Briefe ohne Unterschrift“, die einmal pro Woche Zuschriften vorstellt und vorträgt. Die britischen Journalisten erhalten einen Spiegel vom Leben der Menschen in der DDR, ihre Sorgen und Ängste. Erst recht nach dem Mauerbau 1961, Briefe, die die Staatssicherheit auf den Plan rufen.
Die Autorin Susanne Schädlich versucht anhand von Zeitdokumenten das große Puzzle zusammenzusetzen. Ein schwieriges Unterfangen – Manuskripte der Sendungen mit den Briefen im Archiv der BBC, Unterlagen der Stasi und Zeitzeugen. Mit der Geschichte von Karl-Heinz Borchardt, Verfasser einiger Briefe, zusammengestellt aus Berichten der Stasi und aus Gesprächen mit ihm im Rückblick, erhält das Buch eine besondere Note. Das Buch ist eine Zeitreise in das Alltagsleben der ersten Jahre in der DDR. Zum anderen zeigt es in erschreckender Weise auf, wie selbst Schreiber von Briefen wegen „versuchter staatsfeindlicher Hetze“ zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden. Verurteilt, den Wunsch nach einem Leben in Freiheit, nicht auszusprechen, geschweige denn mit Stift und Papier in Worte zu fassen. Nach der Haft schikaniert, ausgegrenzt, vielleicht sogar als politischer Häftling freigekauft gegen Devisen vom Westen.
Ein Buch, dass zeigt, dass die friedliche Revolution in der DDR schon lange vor 1989 im Keim  nicht erstickt werden konnte. Mit jedem Jahr konnte sich das kleine Pflänzchen weiter entwickeln, bis die Zeit reif war für Veränderungen.

 
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