Magazin

Nachrichten vom 25.05.18

Neuer Bolzplatz für den Kannenstieg+++Bauverzögerung bei zweiter Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn+++Sachsen-Anhalt-Monitor 2018 vorgestellt: Lebenszufriedenheit und Identifikation mit Sachsen-Anhalt steigen+++Vorläufiger Sommerfahrplan des 1. FC Magdeburg – Vorbereitung auf die erste Spielzeit in der 2. Bundesliga für Härtel-Team+++1. FC Magdeburg begrüßt erste Neuzugänge für Zweitliga-Kader

Nachrichten vom 15.05.18

„Gedenkdekade Dreißigjähriger Krieg in Magdeburg“+++Die Biotonne mit dem ,,plus’’ Mit weniger Mief durch den Sommer/An- und Ummeldung beim SAB+++Zauberwald entsteht im Gutspark Sohlen
Start der Spielplatzsanierung+++Schulen erhalten Handreichungen für die Bildungsarbeit in den sieben landeseigenen Gedenkstätten+++Großteil der Badeseen in Sachsen-Anhalt ist auch 2018 top

Nachrichten vom 18.05.18

Geschwindigkeitskontrollen in der StormstraßeVerkehrsüberwachung des Ordnungsamtes in Stadtfeld Ost+++Interaktive Telemann-Schau „Hör mal, Telemann! wieder geöffnet+++Ministerin Dalbert übergibt „Grüne Hausnummer Sachsen-Anhalt PLUS“ an Magdeburger Familie+++Erfolgreicher Abschluss des Fahrradtrainings für geflüchtete Frauen+++Flüchtlingsräte und PRO ASYL kritisieren Ankerkonzept als Absage an Willkommenskultur
Rezension: Unterwegs in Nordkorea

 

Rüdiger Frank Unterwegs in Nordkorea. Eine Gratwanderung, DVA Verlag

 

Seitdem der Autor Rüdiger Frank 1991/92 ein Sprachsemester in Pjöngjang verbracht hat, bereist er Nordkorea regelmäßig. 2014 erschien sein Buch zu Nordkorea „Innenansichten eines totalen Staates“. Zur Buchmesse in Leipzig 2018 erschien im DVA Verlag sein Buch „Unterwegs in Nordkorea. Eine Gratwanderung“. Rüdiger Frank fasst seine Reiseerfahrungen zusammen, gibt praktische Tipps und überraschende Einblicke in den Alltag und die Kultur Nordkoreas. Mit seiner erfrischenden Art weckt er beim Leser das Interesse für Nordkorea. Auch wenn für uns Europäer so manches befremdlich ist, so schafft es der Autor aufzuzeigen, welche kulturellen Werte dieses Land hat und warum es sich lohnt, Nordkorea für sich zu entdecken.

zum Interview: Unterwegs in Nordkorea

 

Gedenken 26 Jahre nach dem Angriff auf die "Elbterrassen"

Das Bündnis gegen Rechts Magdeburg erinnerte am Mittwoch, dem 9. Mai  2018 um 16.00 Uhr mit einer Mahnwache an den Angriff auf die „Elbterrassen“ und den dabei von neonazistischen Skinheads ermordetenTorsten Lamprecht.
Am Abend des 9. Mai 1992 feierten e twa 30 Jugendliche der  Magdeburger Punk-Szene den Geburtstag eines Freundes in der Gaststätte"Elbterrassen" im Stadtteil Cracau. Kurz vor Mitternacht rissen etwa 60 neonazistische Skinheads das To r zumGelände auf und begannen unvermittelt mit Baseballschlägern auf dieFeiernden einzuschlagen. Einer der Angreifer schoss mit Leuchtkugeln auf die panisch fliehenden Gäste. Während des 30-minütigen Angriffs riefen die Neonazis immer wieder Parolen wie "Heil Hitler!" und "Sieg Heil!".
Acht schwerverletzten Partygäste mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden – darunter Torsten Lamprecht. Er erlag am 11. Mai 1992 seiner schweren Schädelfraktur.
Der Fall Lamprecht ist kein Einzelfall. Erinnert sei hier z.B. an die Himmelfahrtskravalle 1994, Frank Böttcher 1997  sowie Rick Langenstein 2008. Von der Bundesregierung  werden deutschlandweit ca. 150 Todesopfer rechter Gewalt.

 

Rezension: Christian Hardinghaus "Ein Held dunkler Zeit"

Europaverlag Christian Hardinghaus "Ein Held dunkler Zeit"

Der Nachlass des Frontarztes Helmut Machemer war über Jahre einfach weggeräumt, aus dem Leben verschwunden. In über 30 Kriegswochen, vom Herbst 1941 bis Frühjahr 1942 sind in zahlreichen Briefen, Fotos und sogar Filmaufnahmen dokumentiert. Der Historiker Christian Hardinghaus hatte die hochinteressante und dankbare Aufgabe zusammen mit dem Sohn Prof. Dr. Hans Machemer dieses Privatarchiv zu sichten und für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Mit dem Roman Ein Held dunkler Zeit" stellt der Historiker Christian Hardinghaus das Leben und Sterben deutscher Soldaten an der Ostfront 1941/42 in den Focus. Es ist die Geschichte des Frontarztes Machemer, wenn auch unter dem Namen Wilhelm Möckel. Der Ich-Erzähler war Sanitäter unter dem Arzt und erzählt im hohen Alter von seinen Erlebnissen an der Front. Das gibt dem Ganzen etwas stark emotionales und der Leser erhält so einen unverstellten Einblick in die damalige Zeit. Aber auch das Thema der Judenverfolgung in der Heimat des Arztes spielt eine große Rolle, zumal die Frau des Arztes Jüdin ist. Ein aufrüttelndes Buch.
Zu dem Roman ist zeitgleich das Sachbuch Wofür es lohnte das Leben zu wagen" erschienen. Hans Machemer und Christian Hardinghaus haben Briefe, Fotos und Dokumente des Arztes zusammengestellt. Eine DVD mit Filmaufnahmen ist beigefügt. Heute gut 80 Jahre nach der Reichsprogromnacht ist dieses Zeitdokument ein wichtiger Baustein zur Aufarbeitung unserer Geschichte. Es darf nicht mehr sein, dass die Kriegsgeneration weiter schweigt. Inzwischen sind viele über 80 oder 90 Jahre alt ist, auch diesen Menschen muss eine eine Stimme gegeben werden.

 

 
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