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Die letzten drei erhaltenen Hauszeichen des Künstlers Frank Borisch, sogenannte Supraporten aus der Gründungsphase des Stadtteils Neu Olvenstedt, wurden kürzlich an der Wilhelm-Weitling-Schule angebracht. Die drei Kunstwerke waren beim Abriss ihres ursprünglichen Bildträgers in der Marktbreite/St.-Josef-Straße geborgen worden und haben nun ihren neuen Standort mitten in Neu Olvenstedt. Hauszeichen und Wappen spielen in der Magdeburger Stadtgeschichte eine bedeutende Rolle

 

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Eröffnung der HALL OF FAME in der villa P

14.02.19. Die Innenstadt neu inszenieren – so lautet eine der Leitlinien der Stadtverwaltung zur dauerhaften Belebung der Magdeburger City und Stadtteilzentren. Ziel ist es, die Attraktivität langfristig zu steigern und Magdeburg als vitales Einkaufs- und Erlebnisziel zu positionieren.

Eine gute Methode, um Stadtquartiere aufzuwerten und Ladenleerstände zu revitalisieren, sind kulturelle Zwischennutzungen. Im Breiten Weg 28 findet aktuell eine solche Zwischennutzung statt. Seit Oktober  erarbeiten hier Studierende der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg unter dem Namen „in:takt“ eigenverantwortlich neue Wege für kulturelle Zwischennutzungen von freien Gewerbeflächen.


Zahlreiche Projekte und Themen wie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, ein neues  Gestaltungskonzept für den Wochenmarkt oder ein zentrales Leerstandsmanagement münden in einen konkreten Maßnahmenplan, der sukzessive umgesetzt werden soll.

Bis Ende dieses Monats sind im Stadtgebiet mehrere Baumfällungen notwendig. Insgesamt müssen knapp 100 Bäume gefällt werden. Der Grund sind Baumaßnahmen. Nach deren Abschluß werden die Bäume durch Neupflanzungen ersetzt.

Ein Lebensversuch im Land der Dichter und Denker,
erschienen Ende 2018 im Drava Verlag

14.02.19. Mit voller Wucht steigt der Autor Carsten Schmidt in seinen Roman ein – Tabea Thuleweit, eine junge Frau, zeigt einem Germanistik Professor voller Wut, was es heißt, wenn es sich ausgekafkat hat. Sie haut ihm sein eigenes Buch im wahrsten Sinne des Wortes um die Ohren. Schnell ist der Leser mitten in dem sonst eintönigen Leben von Tabea, dass für einen kurzen Moment der Protagonistin positive Stimmung brachte. Das jähe Ende kommt schnell und Tabea findet sich im Gefängnis wieder. Ihr Leben zieht an ihr vorüber, am Tage und Nachts, wenn sie schläft.

Der Autor Carsten Schmidt nutzt die Träume für Rückblenden in die unbeschwerte Kindheit seiner Figur in der DDR und in die Jahre nach dem Mauerfall. Die Familie zerbricht, Tabea muss ihren Weg alleine gehen, einziger Halt ihr zehn Jahre Jüngerer Bruder Friedrich. Mit Friedrich, Bundeswehr-Arzt in Afghanistan, kommt ein weiterer Erzählstrang in den Roman.

Die offene und kritische Erzählweise des Autors gibt dem Roman die nötige Spannung.
Alles in allem zeigt, das Buch auf, wie schwierig es ist, die Werte des Landes der Dichter und Denker zu erhalten. Hat es sich schon ausgekafkat, braucht keiner mehr die allseits Gebildeten? Der Autor lässt genügend Freiräume, sich selbst dem Spiegel vorzuhalten und den Zeitgeist, der uns umgibt, zu hinterfragen.

Männlich, weiblich, divers 

14.02.19. Seit Januar gibt es ein drittes Geschlecht im Geburtenregister, und es heißt Divers. Doch was bedeutet das für Familie und Gesellschaft? Bei einer Fachtagung haben sich Verbände der Kinder- und Jugendarbeit getroffen, um darüber zu diskutieren.

Den Kern bildeten mehrere praxisnahe Workshops aus verschieden Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit
Die verschiedenen Workshops boten Empfehlungen und Handlungsstrategien zur gendersensiblen Umsetzung der Gesetzesgrundlage.

Im wesentlichen wurden folgnede Herausforderungen an die Gesellschaft benannt.

Fachlich bzw externe Beratung ist notwendig
Es gäbe keine freien Mittel. Alles sei zu lange geplant.
Das gibt es bei uns nicht, deshalb brauchen wir das nicht.
Es fehle Material, Wissen, und die nötige Offenheit.  Mitarbeiter seien überfordert.

14.02.19. Es ist höchste Zeit für das Buch „Rabenvater Staat", erschienen Ende Januar 2019 im deutschen Taschenbuch Verlag. Die Autorin Jenna Behrends geht hart ins Gericht mit unserer Sozialpolitik. „Warum unsere Familienpolitik einen Neustart braucht“, so der Untertitel des Buchs. Neustart heißt, die Batterie ist leer. Keine Reform bzw. Veränderungen unserer Familienpolitik sind nötig, sondern radikaler Neustart.


Wenige Wochen nach Erscheinen dieser Streitschrift fordert Andrea Nahles von der SPD eine Reform des Sozialstaates. Kindergrundsicherung, Grundrente und vor allem die Abkehr von HARTZ IV sind Stichworte. Selbst das ist dem Koalitionspartner nicht genehm. CSU-Chef Markus Söder sieht darin einen ideologischen Linksruck der Regierung, CDU-Vize Volker Bouffier sagt die SPD plant die Beerdigung der sozialen Marktwirtschaft. Deutschland im Februar 2019 in Zeiten von Populismus und rechtem Gedankengut.


Ist es nicht Zeit den Sozialstaat kritisch zu hinterfragen? Die zweite Grundaussage der Autorin ist: Der Staat lässt seine Familien im Stich. Sicher die Familienpolitik kostet dem Staat gut 200 Steuermilliarden. Aber die vielen Maßnahmen, an die 150 sind es wohl, passen irgendwie nicht so recht in den Alltag der Familien. Jenna Behrends zeigt anhand von Statistiken, Gesetzen und Berichten von Familien, die sie besucht hat, auf, wie undurchsichtig die Familienpolitik ist. Noch herrscht das klassische Familienbild: Vater, Mutter und Kind. Doch in der heutigen Zeit gibt es noch andere Formen, diese Familien stoßen bei den Behörden an Grenzen.


Lösungsansätze gibt es viele, wie Jenna Behrends in ihrem Buch aufzeigt. Vor allem aber sind es die Familien, die die Autorin aufruft, selbstbewusst für einen familienfreundlicheren Staat gemeinsam zu streiten.
Von daher sind die Ausführungen von Jenna Behrends ein wichtiger Denkanstoß für die aktuelle Debatte über unseren Sozialstaat.

 

 
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