Otto Nagel

Otto Nagel - die Tochter Sybille führt das Erbe fort

Sybille Schallenberg-Nagel (1943-2015)

Die Tochter von Otto Nagel ist schon früh in die kunstwissenschaftlichen Fußstapfen ihres Vaters Otto Nagel getreten. 

- Abschluss als Stenotypisten
- 1960 bis 1963 tätig als Sekretärin beim Deutschen Kulturbund, Deutschen Modeinstitut der DDR und bei der Zeitung „Junge Welt“, hier auch Redaktionsassistentin

Mädchenbildnis Sibylle, 1965, Öl auf Leinen 60,5 x 55,5 cm

ab 1963 kunstwissenschaftliche Mitarbeiterin bei Otto Nagel

- u.a. Mitarbeit an kunstwissenschaftlichen Publikationen z.B. Otto Nagel, Die Selbstbildnisse der Käthe Kollwitz, Henschel Verlag, 1965 (mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur und der DAdK)
- fundierte Ausbildung in Kunstwissenschaft insbes. Kunst der 1920er Jahre

- 1965-1969 kunstwiss. Mitarbeiterin auf Honorarbasis Ministerium für Kultur der DDR für Manuskript ‚Käthe Kollwitz, die Handzeichnungen‘ (mit Otto Nagel bis zu dessen Tod 1967)

Käthe Kollwitz, die Handzeichnungen. Unter Mitarb. von Sibylle Schallenberg-Nagel u. Beratung von Hans Kollwitz. Wissenschaftl. Bearb. Werner Timm, Verlag: Berlin, Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 1972 1. Aufl.

ab 1967 Betreuung der Käthe-Kollwitz-Sammlung von Otto und Walentina Nagel (testamentarische Verfügung 1966)

Bsp.: Ausstellung der DAdK zu Berlin „Käthe Kollwitz (1867-1945) Sammlung Walentina Nagel, Kulturzentrum der DDR, Stockholm 14. Dezember 1967 – 31. Januar 1968, Aufsatz Sibylle Schallenberg-Nagel über die Kollwitz-Sammlung

1969 bis Mai 1972 „Œuvre Otto Nagel“ kunstwissenschaftliche Mitarbeiterin auf Honorarbasis Märkisches Museum, anschließend AdK

Œuvre Otto Nagel. Die Gemälde und Pastelle. Bearbeitet von Sibylle Schallenberg-Nagel und Götz Schallenberg, Akademie der Künste der DDR / Märkisches Museum (Hg.), Henschelverlag Kunst und Gesellschaft, 1974

1969 bis 1979 kunstwissenschaftliche Mitarbeiterin „Otto Nagel Haus“, Märkisches Ufer, Ost-Berlin (1972-1980 Vertrag zwischen Magistrat Ost-Berlin und Walentina Nagel sowie Sibylle Schallenberg-Nagel über Pflege des Nachlasses von Otto Nagel)

ab 1979 durch politische Verfolgung in der DDR an der kunstwissenschaftlichen Arbeit gehindert

- u.a. Œuvre Otto Nagel. Die Handzeichnungen, Publikation über Hans Baluschek von Otto Nagel

- Lektorat für das Buch von Walli Nagel: Das darfst Du nicht!, Mitteldeutscher Verlag Leipzig-Halle, 1981

- Otto Nagel Leben und Werk 1894-1967; Gemälde, Pastelle, Zeichnungen. Katalog zur Ausstellung Gemälde, Pastelle, Zeichnungen 10. April bis 8. Juni 1987 Städt. Galerie Schloß Oberhausen, Hrsg. Ludwig-Institut für Kunst der DDR, Oberhausen (BRD), Mitarbeit am Katalog und Aufsatz „Zwiesprache mit meinem Vater Otto Nagel“ S. 13-19

- „Ein neues Leben bauen wir“ Otto Nagel und sein Traum. Broschüre zum 100. Geburtstag am 27.9.1994", Hrsg. Sibylle Schallenberg-Nagel und Götz Schallenberg