• images/220816_musikilandSAN.jpg

    Musikland Sachsen-Anhalt

    musikalische Reise

    Sachsen Anhalt, Land der Schlösser und Burgen und den meisten Kirchen auf kleinsten Raum. Burg- und Schloßherren sowie Kirchenväter waren schon immer auch Kulturmäzene. Über die Jahrhunderte konnte sich so die Musik gut entwickeln. Wir haben uns auf den Weg gemacht und folgten den Spuren der Musik im heutigen Sachsen-Anhalt. Eine Produktion als Lokalfernsehen des Landes im Auftrag der Staatskanzlei und des Ministeriums für Kultur Sachsen-Anhalt im Jahr 2016.

     

     
Social Share:

Kommentar


Die gute Nachricht zuerst. Magdeburg ist in der Endrunde der Bewerbung zur europäischen Kulturhauptstadt. Das erfreut mich als Magdeburger sehr.
Um den Titel tatsächlich zu erlangen, gab die Jury nun dem Bewerberbüro einige Hausaufgaben mit.
Die Stadt wurde als solide jedoch nicht aufgeregte graue Stadt wahrgenommen, als eine Stadt der Leere dargestellt.
 Da entsteht der Eindruck, man hat sich die Stadt nicht wirklich angesehen. Grau ist die Stadt nicht mehr. Und leer auch nicht. Trotzdem gibt es gute Ansätze.
Dennoch sind es eben nur Ansätze, wie die Jury es treffend bemerkt. Man hat die Probleme erkannt: Ein schwaches kulturelles Profil, eine kleine und schwierige unabhängige Szene, die Abwanderung von Talenten, Kultureinrichtungen im Wandel etc.. Jetzt besteht die Aufgabe darin, daraus ein ansprechendes Programm zu entwickeln, welches eine breite Basis für ein reiches kulturelles Leben schafft.
Ein Baustein wäre etwa miteinander Reden. Aus den Reihen des Bewerberbüros sieht man übrigens bisher keine Notwendigkeit z.B. mit kulturmd zu reden. Wäre ja auch zu einfach, die Bewerbung zur Kulturhauptstadt mit dem Kulturfernsehen der Stadt in Verbindung zubringen.
Eine zündende Idee, wie pulsierendes und internationales Stadtleben entstehen soll, sah die Jury nicht. Die Frage ist, wie Otto Normal-Magdeburger zur Kulturhauptstadt steht und ob man ihn mitreißt. Auch dazu gibt es Redebedarf. Ebenfalls dazu will die Jury etwas hören.

Die europäische Dimension ist nach Ansicht des Gremiums nicht ausreichend geschildert. Es wird sogar bedauert, dass man hier nicht auf das Magdeburger Recht oder den Sachsenspiegel eingegangen ist. Schade, denn inzwischen wissen viele, wie bedeutend es für die Stadtentwicklung war. Nämlich: Es bietet eine Grundlage und einen Bezugspunkt, um relevante EU-Themen, wie die Gestaltung der modernen Stadt, die Nutzung des Stadtraums, die Raumplanung oder die Staatsbürgerschaft und die Rolle der Menschen bei der Stadtgestaltung zu erörtern.

Statt dessen ist es wie immer: Der Magdeburger stellt sich in den Schatten seines Domes und jammert dessen Mauern voll, wie schlecht alles hier sei. Zugegeben, andere Medien in der Stadt sind geradezu auf das Schlechtmachen spezialisiert und fördern das.

Um aus der Leere zu kommen und in Deutschland und Europa wahrgenommen zu werden, braucht Magdeburg einen mutigeren Ansatz und innovative Ideen für seine Prozesse und Projekte in der Kulturhauptstadt Europas, so das Gremium. Wir wollen das Thema jedenfalls weiter unterstützen, weil es uns ein Herzensanliegen ist.
Übrigens bekamen wir bereits 2007 einen Preis für das innovative Konzept von kulturmd. Wir wurden Landessieger beim bundesweiten Wettbewerb Mutmacher der Nation. Das wäre ja tatsächlich ein Grund mit uns zu reden.

www.kulturstiftung.de/juryreport-kulturhauptstadt-europas-2025/

Mein Geld für Kulturmd:

mehr infos hier

oder gleich:

 

 

 
 

 

 

 

 

weltoffen

images/140219_drittesGeschlecht.jpg

Drittes Geschlecht im Geburtenregister

Männlich, weiblich, divers 

14.02.19. Seit Januar gibt es ein drittes Geschlecht im Geburtenregister, und es heißt Divers. Doch was bedeutet das für Familie und Gesellschaft? Bei einer Fachtagung haben sich Verbände der Kinder- und Jugendarbeit getroffen, um darüber zu diskutieren.

Den Kern bildeten mehrere praxisnahe Workshops aus verschieden Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendarbeit
Die verschiedenen Workshops boten Empfehlungen und Handlungsstrategien zur gendersensiblen Umsetzung der Gesetzesgrundlage.

Im wesentlichen wurden folgnede Herausforderungen an die Gesellschaft benannt.

Fachlich bzw externe Beratung ist notwendig
Es gäbe keine freien Mittel. Alles sei zu lange geplant.
Das gibt es bei uns nicht, deshalb brauchen wir das nicht.
Es fehle Material, Wissen, und die nötige Offenheit.  Mitarbeiter seien überfordert.

images/190919_AWO_Weltkindertag.jpg

AWO erinnert mit Mahnmal an das unsichtbare Sterben im Mittelmeer

Politik soll sich für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzsetzen.

678 Kinder, die auf der Flucht starben, wurden bereits offiziell gezählt, so der im Juni veröffentlichte Bericht der Internation Organisation für Migration (IOM). Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Häufig sind es nur ihre Schuhe, die angespült an den Küsten des Mittelmeers zurückbleiben.

Kinder auf der Flucht müssten besonders geschützt werden. Sie bräuchten schnelle und unbürokratische Hilfe.
Mit der Aktion am Weltkindertag will man besonders auf Paragraph 22 der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam machen.  Zudem sind  die Verantwortlichen in der Politik aufgefordert, sich bedingungslos für das UN-Kinderrecht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht einzusetzen.

images/280818_CSD_Magdeburg.jpg

17. CSD in Magdeburg

Zwei Wochen Programm mit 30 Veranstaltungen

Das Motto: pausenlos Bunt Damit setzt die LSBTI* Community Magdeburgs auf Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Sexuelle Vielfalt gilt als Selbstverständlichkeit, die akzeptiert wird - Diskriminierung darf keinerlei Raum bekommen. Das Motto steht besonders als Zeichen der dauerhaften Sichtbarkeit und soll zum Ausdruck bringen, dass man sich zu keinem Zeitpunkt  verstecken sollte.
Es sei viel erreicht worden. Die Ehe für alle - eine sehr große Errugnenschaft.
Dennoch sei der CSD mit der öffentlichen Demonstration auch in Magdeburg noch immer nötig, so lange es Diskriminierungen und Beschimpfungen gebe. Es gehe auch darum, erkämpfte Rechte zu verteidigen.


Der CSD fordert u. a. ein Benachteiligungsverbot wegen sexueller und geschlechtlicher Indentität. Dieses soll bis zum Frühjahr 2019 in der Landesverfassungvon Sachsen-Anhalt verankert werden. 2016 hatten die Regierungsparteien CDU, SPD und Grüne im Koalitionsvertrag die Aufnahme der Merkmals in Artikel 7 Absatz 3 der Landesverfassung zugesagt. 

für Demokratie

images/170719_Rezension_LiederunsererHeimat.jpg

Rezension 1989 Lieder unserer Heimat.

Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden.


„1989 Lieder unserer Heimat. Der Almanach zum Lebensgefühl der Aufwachsenden“, so der neugierig machende Titel eines aktuellen Buchs aus dem Verlag „Glücklicher Montag“ in Leipzig.
Die DDR ist heutigen Jugendlichen nur noch aus Erzählungen oder über Geschichtsbücher zugänglich. Für viele Ostdeutsche ist die untergegangene DDR noch heute ein Lebensgefühl, vererbt durch die Familie. Ein Großteil der Jugendlichen aus den westlichen Ländern weiß dazu kaum etwas. Den meisten ist jedoch die SED-Diktatur ein Begriff.

Der Almanach spiegelt Erinnerungen von den damals jungen Menschen in der DDR wider. Die Vielfalt  der Themen vermittelt einen prägnanten Einblick in das Alltagsleben in dem mit Staatsgrenze abgeschirmten Land.
Themen wie Schule, Abitur, Studium, Umwelt, Freizeit, Frauenrechte, Scheidung, Sport, Kunst und Musik stehen gleichberechtigt neben einander. Der Wehrdienst in der DDR wird in Zusammenhang mit dem Schießbefehl an der Innerdeutschen Grenze gebracht.
In kurzen leicht verständlichen Texten kann sich die Leserschaft sehr gut in das Thema DDR einfühlen. Unterbrochen durch Illustrationen und Liedtexten des Leipziger Cartoonisten und Trickfilmers Schwarwel.
„Der Klub der Intelligenz“, ein witzige Umschreibung für ein Glossar, erklärt wichtige Begriffe aus dem DDR-Alltag.
Die meisten Texte sind eindeutig aus Sicht der Opfer von SED und Stasi geschrieben. Trotz allem gab es  auch ein ganz normales Leben. Genau das, versucht dieses Buch gleichermaßen darzustellen.

Darüber hinaus wird ein Blick auf die friedliche Revolution im Herbst 1989 geworfen. Ebenso bedeutend die Zeit nach dem Ende der DDR: Hier das rote Tuch Treuhand und deren Folgen für Millionen Ostdeutsche. Und der Umbruch, ein Gefühlsrausch zwischen Glück über die Freiheit und Existenzangst gleichermaßen. Das heutige Lebensgefühl wird von dieser Erfahrung mitbestimmt.
Ein Buch zum immer wieder durchblättern, reinlesen und innehalten.

images/290419_1_Buchmesse_Netzwerk_NeueRechte.jpg

Buchmesse 2019 Christian Fuchs Das Netzwerk der Neuen Rechten

Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern.

Die beiden Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff sind drei Jahre in das Milieu der Neuen Rechten eingetaucht, haben schonungslos recherchiert, nachgefragt und aufgedeckt. Kein einfaches Unterfangen, hinter den Kulissen der rechten Szene verbirgt sich ein weit gesponnenes Netzwerk. Aus ihrem akribisch geführten und umfassenden Recherche-Dokument ist das Buch „Das Netzwerk der neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“ entstanden, erschienen im März 2019 im Rowolth Verlag.

Wir trafen Christian Fuchs auf der Buchmesse in Leipzig.

images/020720_MD_Wendezeit.jpg

Magdeburg, Wendezeit und Neubeginn

Vor 30 Jahren wurde die D-Mark das alleinige Zahlungsmittel in der DDR

In dem Buch Wendezeit und Neubeginn. Geht es auch darum.

Mit diesen Film wollen daran erinnern. 

 

"30. Juni 1990: Ich mache mich auf den Weg von Schwerin nach Magdeburg. Von meinem letzten Ostgeld habe ich mir eine Fahrkarte gekauft. Ab morgen ist alles anders, wir zahlen mit der D-Mark. Ich fahre mit dem Zug durch die graue Landschaft, meine Gedanken gehen zurück in das Jahr 1988. Sommerferien, die 10. Klasse an der POS beendet. Anfang August, mich erreicht die Nachricht, dass mein Bruder Tim am 8. August von Ost-Berlin nach West-Berlin übersiedelt, seinem Ausreisegesuch wurde stattgegeben. Für mich heißt das, den Bruder nicht wieder sehen, kein Abitur und arbeiten als Hilfskraft im Konsum. Ab September 1989 lerne ich in Schwerin den Beruf einer Krankenschwester.
Am Hauptbahnhof in Magdeburg wartet Bernd auf mich. Wir haben uns erst vor wenigen Monaten in Schwerin kennen gelernt. Nun ist er nicht mehr bei der Armee und ich ziehe zu ihm in seine Heimatstadt. Zwei, die sich in einer Zeit gefunden haben, in der sich alles tagtäglich radikal ändert.
Wir sind mittendrin, lassen uns mitreißen.
Das marode Schiff DDR kommt in den Sturm, gerät in Seenot. Das Schiff bekommt Schlagseite, droht zu sinken. Trotzdem fährt es weiter zum sicheren Hafen „Deutsche Einheit“. Ein vereintes, demokratisches Deutschland ist das Ziel. Deutsche Einheit, das heißt aber auch Beitritt der DDR. Alles übernehmen: Gesetze, das Bildungswesen, die Marktwirtschaft… . Warum nicht eine gemeinsame Verfassung, in Kraft gesetzt durch eine gesamtdeutsche Volksabstimmung?
Wir lassen die DDR und damit das bisherige Leben hinter uns. Sind neugierig auf die Zukunft, wenn auch mit gemischten Gefühlen." Salka Schallenberg

 

Go to top
JSN Megazine 2 is designed by JoomlaShine.com | powered by JSN Sun Framework