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    Magdeburg Buckau - Ein Stadtteil im Wandel

    25 Jahre Sachsen-Anhalt: kulturmd reflektiert thematisch im Auftrag der Staatskanzlei Sachsen-Anhalt in verschiedenen Filmen die Entwicklung des Landes. Für uns ist dies die Möglichkeit auf fast 15 Jahre Medienarbeit für die Kultur in Magdeburg zurück zu blicken. Der Stadtteil Buckau erlbte in den letzten Jahren eine gravierenden Wandel vom einstigen Arbeitviertel etwickelte er sich zu einem beliebten Viertel voller Kultur und in direkter Nähe zur Elbe. (Juni 2015)

     

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Wenn man sich das Album das erste Mal anhört fallen zunächst die sehr ungewöhnlichen Instrumente auf. Sie erinnern zum einen an Folklore,  zum anderen finden sich auch eine Barockgitarre oder eine Oud. Daraus kann man dann auch den Titel des Albums ableiten. Es ist eine  musikalische Reise durch die Jahrhunderte und Regionen der Welt. Der Titel des Albums verrät aber ebenfalls, dass es sich christliche Themen handelt.
Ich habe mich beim Hören zunächst auf das Reisen konzentriert. Dass es sich um Weihnachtslieder handeln könnte, war mit beim ersten Hören nicht bewußt. Das mag daran liegen, dass ich in einer eher der Religion abgeneigten Gegend aufgewachsen bin und somit mir christliche Themen doch etwas fremd sind.
Alles reist: Die Erde, die sich um ihre eigene Achse dreht, ihre Land- und Wassermassen, die Tiere auf ihr, die Menschen. Was sich bewegt, das lebt, und es hinterlässt Geschichten. Etta Scollo ist schon lange von diesem Mysterium fasziniert, davon, dass alles Leben im Einzelnen zyklisch verläuft, aber auch miteinander verbunden zu sein scheint.
Mit ihrem neuen Album begibt sich Etta Scollo auf eine Wanderschaft, widmet sich dabei der ewigen Bewegung jedoch aus einer gänzlich neuen Perspektive. “Il Viaggio Di Maria“ konzentriert traditionelle Weihnachtslieder aus ihrer Heimat Sizilien, welche die Flucht der mit dem Jesuskind schwangeren Maria von Nazareth nach Bethlehem zum Inhalt haben. Die Künstlerin setzt mit diesem Album der Jahrtausende alten Hirten- und Schäferkultur Siziliensein lebendiges Denkmal. Damit begibt sie sich erneut auf die Suche nach den eigenen Wurzeln, bringt Liedgut und Dichtung auf Tonträger und Bühnen, welche außerhalb Italiens unbekannt sind oder sogar gänzlich in Vergessenheit zu geraten drohen.
Wer Etta Scollo kennt, weiß jedoch sofort, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Weihnachtsalbum handelt, dass sie sich stets auf mehreren Ebenen einem Thema hingibt. Unverwechselbar ist die Künstlerin in ihrer Leidenschaft, ihre Heimat mit ihren schimmernden musikalischen und sprachlichen Erbe unterschiedlicher Kulturen sichtbar werden zu lassen.
Die 14 Stücke des Albums sind keine Melodien, die in Kirchen zu hören waren, sondern auf den Plätzen und Straßen der Dörfer und Städte. „Ich kenne die Lieder seit meiner Kindheit, meine Tanten haben sie gesungen“, sagt sie. Sie wurden mündlich und von Generation zu Generation weitergegeben, und wäre nicht der Ethnomusikologe Antonio Uccello in den 1960er-Jahren durch das Land gereist, um die Lieder dieser Kultur in Tonaufnahmen zu sammeln, wäre wahrscheinlich vieles davon in der Zeit der Modernisierung Siziliens in den 1970er- und 1980er-Jahren verloren gegangen.
Gleichförmigkeit erwartet den Hörer nicht. Unterschiedlichsten Empfindungen – Mitleid, Sorge, Ehrfurcht oder Freude – wird mit den Liedern durch facettenreiche Instrumentierung und Gesang Ausdruck gegeben. Mit Daniel Moheit am Akkordeon und Multiinstrumentalist Fabio Tricomi unter anderem an Mandoline, Rahmentrommel, Oud, Dudelsack, Barockgitarre und diversen Flöten, gelingt ein Abbild dieses Stimmungstableaus. Und auch Gastmusiker sowie einen Chor hat Etta Scollo ins Studio in Bologna geholt. Zum Einsatz kommen damit vorrangig Instrumente, die noch heute traditionell verwendet werden, etwa von den „Orbi“, blinden Sängern, die in Sizilien vor Kirchen oder geschmückten Straßenaltären ihre Lieder spielen.
Diese Musik ist selbst gereist, durch Jahrhunderte und Kulturen, und dreht sich in den Stücken auch alles um die Reise Marias, hat man es doch mit eigenen kleinen Geschichten zu tun.
Entstanden nach der Christianisierung – genau datiert werden können sie nicht – haben sich die Hirtenlieder durch die Jahrhunderte hindurch immer wieder verändert. Ihren Charakter bildet „Il Viaggio Di Maria“ in ihrer zeitlosen sizilianischen Folklore ab, durch die etwa mit der Oud arabisches Erbe schimmert, zugleich getragen von der erdigen Wärme des Akkordeons und der Leichtigkeit der Flöte, so wie im Instrumentalstück „Pastorale messinese“.
Und überhaupt die Menschlichkeit. Allerspätestens am Ende des Albums wird überdeutlich, wie sehr Etta Scollo immer noch vom Thema Flucht – der unfreiwilligen Reise des Menschen in unserer Zeit – ergriffen ist. Weihnachten betrachtet sie „wie eine Art Knotenpunkt“, an dem sich Widersprüchliches kristallisiert, der Wunsch nach Frieden und Harmonie groß ist, sich in der Realität aber familiäre und politische Konflikte verschärfen, es laut und hektisch wird. In „San Giuseppe e Maruzza“ singt sie davon, wie Josef und Maria nach einer schweren Zeit unterwegs aus der kleinen, kalten Grotte, in der ihr Kind geboren wird, liebevoll ihr Zuhause machen. Josef fegt den Boden, Maria wäscht Wäsche, Josef hängt sie auf. „Darin steckt so viel Hoffnung, überall wieder ein Zuhause finden zu können“, sagt die Musikerin. Im Innenteil des Albums drückt sie es so aus: „Gewidmet den Völkern, ihren Frauen und Kindern, die seit Menschengedenken auf der Wanderschaft in die kommende Zukunft sind.“ Könnte sie sich etwas wünschen, dann das, sagt Etta
Scollo: Die Erkenntnis der Menschen, dass Marias Reise nicht beendet ist.

 

Etta Scollo - "Il viaggio di Maria - Marias Reise"-Tour

03.12. DE-Berlin, Quasimodo
04.12. DE- Weimar, Mon Ami
05.12. DE- Saarbrücken, Breite63
06.12. DE- Herdecke, Werner Richard Saal
14.12. DE- Neumühle, Kornspeicher
15.12. DE- Dresden, Dreikönigskirche
16.12. DE- Ingolstadt, Eventhalle Am Westpark
17.12. DE- Freiburg, Jazzhaus

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Die beiden Journalisten Christian Fuchs und Paul Middelhoff sind drei Jahre in das Milieu der Neuen Rechten eingetaucht, haben schonungslos recherchiert, nachgefragt und aufgedeckt. Kein einfaches Unterfangen, hinter den Kulissen der rechten Szene verbirgt sich ein weit gesponnenes Netzwerk. Aus ihrem akribisch geführten und umfassenden Recherche-Dokument ist das Buch „Das Netzwerk der neuen Rechten. Wer sie lenkt, wer sie finanziert und wie sie die Gesellschaft verändern“ entstanden, erschienen im März 2019 im Rowolth Verlag.

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