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Rezension: Sigrid Damm „Goethe und Carl August. Wechselfälle einer Freundschaft“

Wie lebt es sich im ausgehenden 18. Jahrhundert, später in der Zeit unter Napoleon? Die Autorin Sigrid Damm dreht das Rad der Geschichte zurück. Lässt die Leser teilhaben an einer außergewöhnlichen Freundschaft. Ende 1774 begegnen sich Goethe und
der 8 Jahre jüngere Carl August erstmals. Ein Jahr später beginnt einer über 50 Jahre andauernde Freundschaft. Die Autorin erzählt die Geschichte als Rückblick nach dem Tod von Carl August 1828. Aufregend, oft persönlich einer Zerreißprobe ausgesetzt, gedeiht das Miteinander. Zitierte Briefe dokumentieren die Gedanken des Regenten und des Dichters. Politisch sind der Weimarer Herzog und Goethe oft uneins. Carl August, der Napoleon-Hasser; Goethe, der Napoleon-Bewunderer, von dem Franzosen hofiert. Dennoch gab der Herzog genügend Freiheit für das Wirken des Dichters. Jeder ist dem anderen dankbar und schätze dessen Rat und Achtung voreinander.
So ist das Buch „Goethe und Carl August. Wechselfälle einer Freundschaft“, erschienen im Insel Verlag, ein interessanter Blick in das Leben der beiden Persönlichkeiten.