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Das Vermächtnis eines großen Magdeburgers wird Realität: Kaiser Wilhelm II. stimmt der Stiftung der Gruson Gewächshäuser zu. Es mutet mittelalterlich an: Die Begründung der Gruson Gewächshäuser konnte erst Realität werden, nachdem der Monarch dazu „die Genehmigung zu ertheilen geruht“ hatte. Den Erlass des preußischen Innenministeriums dazu zeigt das Landesarchiv Sachsen-Anhalt anlässlich des 200. Geburtstages von Hermann Gruson auf seiner Website.

Bereits wenige Wochen nach seinem Tod am 30. Januar 1895 hatten seine Witwe Helene und sein Sohn Hermann der Stadt Magdeburg die umfangreiche Pflanzensammlung als Schenkung angeboten. Das entsprechend dem Wunsch des Verstorbenen. Der Wert der Sammlung - geschätzt 330.000 Mark! Um der Stadt die mit der Annahme verbundenen Pflichten zu erleichtern, stellten Witwe und Sohn noch je 50.000 Mark zur Verfügung. Die Sammlung sollte zudem jeder sehen können. Auch eintrittsfreie Tage sollte es geben.
Nach der Zustimmung aus Berlin ging es schnell: Bereits am 12. April 1896 konnten die „Gruson-Gewächs- und Palmenhäuser der Stadt Magdeburg“ eröffnet werden. Seitdem setzen sie dem legendären Firmengründer ein dauerhaftes Andenken.
Im Landesarchiv Sachsen-Anhalt findet sich noch viel mehr zu Hermann Gruson und seinem Werk: Erhalten sind auch Testamentsunterlagen, Konzessionen für Lokomobile, Dampfkessel und Gießereigebäude oder auch Dokumentationen zu Arbeitsunfällen und dem Werkseinsatz sogenannter Ostarbeiter. Zur Firma selbst gibt es Akten, Fotosammlungen und Tondokumente. Sie reichen von den Anfängen der „Maschinen-Fabrik und Schiffsbauwerkstatt H. Gruson“ im Jahr 1855 bis in die Zeit der Abwicklung der SKET AG in den 1990er Jahren.

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