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Die zweite Runde um Medizin-Studienplätze mit der Landarztquote in Sachsen-Anhalt ist gestartet. Bis zum Ablauf der Bewerbungsfrist Ende März reichten 140 Bewerber fristgerecht die schriftlichen Unterlagen ein. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung in Magdeburg erfüllten 129 Kandidaten die formalen Voraussetzungen und könnten am weiteren Verfahren teilnehmen. Der nächste Schritt ist ein Online-Test für die Bewerber.


Neben der allgemeinen Studierfähigkeit werde auch die Motivation und Eignung zur hausärztlichen Tätigkeit in einer ländlichen Region abgefragt. 50 Prozent des Testergebnisses, 40 Prozent Berufserfahrung und 10 Prozent Abiturnote ergäben das Gesamtergebnis.
Nach dem Ergebnis wird entschieden, wer zum Wintersemester 2021/22 einen Studienplatz nach der Quote erhalte. Die Bewerber mit den 20 besten Gesamtergebnissen erhalten vom Land Sachsen-Anhalt einen Vertrag.
2020 waren bei der ersten Runde der Landarztquote 13 Frauen und 7 Männer zum Studium der Humanmedizin zugelassen worden. Sie verpflichten sich, nach dem Studium und der anschließenden Facharzt-Weiterbildung für mindestens zehn Jahre in unterversorgten oder absehbar unterversorgten Regionen tätig zu sein. Laut der Kassenärztlichen Vereinigung sind derzeit noch alle 20 Studierenden der ersten Runde dabei.
Sachsen-Anhalt hatte als eines der ersten Bundesländer ein Landarztgesetz beschlossen. Im Februar 2020 schrieb das Land erstmals 5 Prozent der Studienplätze an den Universitäten Magdeburg und Halle im Rahmen der Landarztquote aus. Wie das Sozialministerium mitteilt, sind derzeit etwa 277 Hausarztstellen im Land nicht besetzt.

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