GespensterZentrale – Das Rätsel der Zeitreise von Wiebke Nieland und Anne-Dore Krohn erschien am 25.03.2026 im Tulipan Verlag und richtet sich an Kinder ab zehn Jahren.

Mit seinen 135 Seiten lädt das Buch zu einem leicht lesbaren und zugleich atmosphärischen Abenteuer ein.

   

In den Sommerferien ziehen Yunis und seine Eltern nach Berlin, in ein sehr altes Haus mit Vorder- und Hinterhaus sowie einem Seitenflügel. Kaum sind sie eingezogen, passieren merkwürdige Dinge: Milch schwappt wie von selbst aus Yunis Müslischale und landet auf dem Dielenboden, matschige Fußabdrücke tauchen in der Wohnung auf, der Staubsauger springt plötzlich an – und schließlich steht das Bad komplett unter Wasser.

Für Yunis’ Eltern ist die Sache klar: Hinter all dem steckt ihr Sohn. Doch Yunis ist unschuldig. Nach einem weiteren Streit zieht er sich in sein Zimmer zurück – und dort sitzt plötzlich Lotte: ein Geist.

Lotte arbeitete in der Kaiserzeit als Hausmädchen bei der wohlhabenden Familie Abendroth, die damals in diesem Haus lebte. Im Juni 1897 wurde eine wertvolle Brosche gestohlen, die Frau Abendroth gehörte. Lotte geriet damals unter Verdacht. Um ihre Unschuld zu beweisen, muss sie in die Vergangenheit zurück. Erst wenn Yunis ihr verspricht zu helfen, hört sie mit dem Chaos auf. Auf der Siegessäule nimmt das Abenteuer der beiden seinen Anfang – spannend, leicht und mit einer guten Portion Humor. So öffnet sich für Kinder ein lebendiger Blick in die Kaiserzeit. Wie sah das Leben damals aus? Und welche Aufgaben gehörten zum Alltag eines Hausjungen oder eines Hausmädchens?

Es ist ein spannendes und zugleich witziges Buch, das Geschichte lebendig macht und Kindern Lust auf mehr Abenteuer mit Yunis und Lotte gibt. Eine unterhaltsame Mischung aus Geheimnis, Humor und Zeitreisegefühl, die bis zur letzten Seite trägt. Auch die Gestaltung überzeugt. Die historischen Abbildungen aus der Kaiserzeit, kombiniert mit den gezeichneten Figuren, ergeben eine starke, lebendige Mischung, die sofort ins Auge fällt und die Geschichte wunderbar unterstützt.

Dana Schallenberg, Redakteurin kulturmdTV Magdeburger Stadtfernsehen, Studentin BA Journalismus 

Ein Blick ins Buch: