08.10.26: Rezension Die Geschichte in mir, Rüdiger von Fritsch
Rüdiger von Fritsch: Die Geschichte in mir. Eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert
„Die Geschichte in mir. Eine deutsche Familie im 20. Jahrhundert“ erzählt von Rüdiger von Fritsch, geboren 1953 in Siegen. Ein Autor, der sein Leben als Diplomat der Verständigung der
Völker verschrieben hat. Dagegen, sein Vater, 1909 geboren, glühender Anhänger des Nationalsozialismus – ein ewig währender Konflikt. Zum anderen die Familie der Mutter – eine leidvolle Geschichte von Flucht und Vertreibung aus dem Baltikum.
Als Jugendlicher ging Rüdiger von Fritsch seinen eigenen Weg – der Vater gab dem 16-jährigen den Rat, dass er selbst in seiner Welt zurecht kommen muss und nicht ihm nachfolgen solle. Das galt genauso für die Brüder.
Die Geschichte seiner deutschem Familie begleitete Rüdiger von Fritsch auf seinem Lebens- und Berufsweg.
Der Autor nutzte für sein Buch nicht nur Erinnerungen. Korrespondenz aus dem zweiten Weltkrieg, Aufzeichnungen, Fotos und Urkunden waren ein Archiv, dass Rüdiger von Fritsch mit eigenen Erlebnissen und Gesprächen verbinden konnte.
Abtext
„Ein aufrichtiger Umgang mit der eigenen Geschichte ist Voraussetzung eines versöhnten
Umgangs zwischen Menschen und Gesellschaften, Völkern und Staaten.“ gibt der Autor in einem Interview mit dem Verlag seinen Lesern mit auf dem Weg.
Und so ist das Buch eine Mahnung und ein Appell zugleich: die Vergangenheit zu reflektieren und die Generationen vor uns zu hinterfragen – das kritisch und mit der Frage, wie uns das bis heute prägt.






