Magdeburg erhält 25 neue Stolpersteine

Bereits zum 35. Mal wurden in Magdeburg Stolpersteine verlegt. An 13 verschiedenen Orten ließ man insgesamt 25 Erinnerungssteine ein. Die Steine erinnern auf diese Weise an durch die Nationalsozialisten verschleppten und ermordeten MagdeburgerInnen.
Erstmalig gibt es auch ein Erinnern an Menschen, die vor der Verfolgung fliehen konnten und überlebten. Z. B. die Familie Hagen. Diese trat an den Initiator der "Stolpersteine", Gunter Demnig, heran. Er selbst lies die Steine ein. Anwesend waren zudem auch  Angehörige der Opfer. Zu jeder Person wurden die biographischen Informationen verlesen.
Auf der Messingoberfläche der Gedenksteine sind die Namen und biografischen Daten der Opfer, der Zeitpunkt der Deportation und der Deportationsort eingraviert. Seit 1997 setzt der Kölner Künstler Demnig diese zehn mal zehn Zentimeter großen Betonquader mit eingelassener Messingplatte in den Boden vor ehemalige Wohnhäuser und Wirkungsstätten von Opfern des Nationalsozialismus. Finanziert werden die Erinnerungsmale ausschließlich durch Spenden. Die Akteur*innen der Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Magdeburg" danken einmal mehr allen Unterstützenden der Aktion.
Einen regelmäßig aktualisierten Stadtplan mit den Orten der Stolpersteine und weitere Informationen sind im Internet unter Stolpersteine (magdeburg.de) zu finden.