Archiv

Dieser Tage öffnete das Landesarchiv in der Brückstraße  seine Türen für alle  Interessierten. In insgesamt elf Führungen, darunter zwei mit Fokus auf die Architektur, konnten sich fast 150 Besucher einen Eindruck von den beiden außergewöhnlichen Gebäuden, die das Landesarchiv nutzt, verschaffen.

Am Abend wurde dann die neue Ausstellung eröffnet: Magdeburg – Eine Stadt verändert Ihr Gesicht.
Man möchte dem Betrachter den elementaren Wandel des Stadtbildes näher bringen.
Grundlage sind die vom Fotoclub 88 Magdeburg zusammengestellten Bilderreihen zu einzelnen Straßen, Plätzen und Gebäuden. Sie dokumentieren in beeindruckender Weise die massiven Zerstörungen durch den zweiten Weltkrieg sowie die radikalen Veränderungen im anschließenden Wiederaufbau.

Kaum eine andere deutsche Großstadt hat ihr Erscheinungsbild in den vergangenen 150 Jahren so stark verändert wie Magdeburg. Von 60.000 Einwohnern  im Jahre 1850 und knapp 80 Jahre auf ca. 350000 gewachsen.  

enge Garnisonsstadt, gewaltige Festungsanlagen Industrielle Revolution, Neues Bauen.
Der zweite Weltkrieg setzte dieser rasanten Entwicklung ein abruptes Ende. 38 Fliegerangriffe, die dramatische Bombennacht vom 16. Januar 1945, legten die barocke Altstadt und die meisten gründerzeitlichen Stadtviertel in Schutt und Asche. Im April 1945 lebten nur noch 90.000 Menschen in den Ruinen Magdeburgs.
Der planvolle Wiederaufbau der Stadt erfolgte ab 1950 mit dem Ziel, eine sozialistische Musterstadt zu errichten. Die in dieser Zeit getroffenen städtebaulichen Entscheidungen und der bewusste Verzicht auf eine Wiederherstellung der historischen Altstadt prägen bis heute Magdeburgs Erscheinungsbild.


Ergänzend zu den Fotoreihen präsentiert das Landesarchiv beispielhafte Archivalien zur städtebaulichen Entwicklung Magdeburgs. Sie reichen von frühen Stadtplänen über originale Bauzeichnungen bis hin zu zentralen Dokumenten der sozialistischen Stadtplanung. Diese Auswahl vermittelt einen Eindruck von dem umfangreichen historischen Material, das das Landesarchiv zur Magdeburger Stadtgeschichte verwahrt.




 

31.0311.Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg zum Magdeburger Künstler Edmind Wodick aus der Zeit des Biedermeiers.

 

 

Anfang März 2015 erschien im Ullstein-Verlag das Buch "Alle Nähe fern" von Andre Herzberg - dem Musiker der Band PANKOW. 3 Generationen, 2 Weltkriege, 2 Diktaturen: die Geschichte einer deutsch-jüdischen Familie. Wir frafen Andre Herzberg auf der Leipziger Buchmesse 2015 zu einem Interview.

 

In regelmäßigen Abständen plaudern Cata von kulturmd und Miriram aus der Stadtbibliothek über neue und spannende Jugendbücher sowie über anstehende Veranstaltungen in der Bücherburg. (18.04.17)

 

Braunkohleausstieg: Neuausrichtung bringt Herausforderungen und Perspektiven+++AfD will Denunziantenplattform für Schüler -  für Die Linke, Bündnis90/Die Grünen SPD und CDU ein weiterer Angriff auf Demokratie und Gewaltenteilung+++Theater und Orchester in Sachsen-Anhalt gut finanziert. Die Grünen: Kürzungen von 2014 zurücknehmen - Theaterpädagogik erhalten+++Ausstieg aus der Braunkohle im Helmstedter Revier+++BPOLI MD: Fahrausweisautomat am Bahnhof Güsten gesprengt

 

 

Zum ersten Mal Kinder-Kultur-Preis und Jugend-Kultur-Preis

Den ersten Preis in der Altersstufe Kinder gewann das Jugendradio „Grünschnabel“ des Hallenser Senders Corax für seine einstündige Sendung zum Thema „Wagnisse“. Ebenso erhielten die jungen Radiomacher den Sonderpreis der Jugendjury. In der Jugendredaktion gestalteten ausschließlich Kinder das Programm. Der zweite Platz ging an die jüngsten Tänzer der Gruppe Break Grenzen Crew. Die 2012 als Inklusionsprojekt für geflüchtete Kinder gestartete Gruppe wurde für ihre hohe tänzerische Qualität und Ausdauer gewürdigt. Julia Frey gewann den 3. Platz für ihre Radierung „Dalian/ Peking Opera House“.
Bei den Jugendlichen gab es eine große Überraschung: Zwei erste Plätze zeichnete die Fachjury in diesem Jahr aus: Der 18-jährige Finn Wiersig erhielt einen für seine erste Komposition für großes Orchester unter dem Titel „Nur…“, und die Theatergruppe „Mimosen“ gewann einen weiteren ersten Preis für ihr dreistündiges Projekt „Baustelle ICH“.
Staatssekretär Dr. Michael Schneider hat im Moritzhof Magdeburg den diesjährigen Kinder- und Jugend-Kultur-Preis des Landes Sachsen-Anhalt verliehen. Etwa 180 Gäste feierten die Preisträger und Preisträgerinnen des Wettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto „Wagnisse“ stand.
65 Beiträge von mehr als 550 Teilnehmenden aus ganz Sachsen-Anhalt gingen in diesem Jahr ein. Die Projekte kamen u. a. aus den Genres Theater, Tanz, Musik, Literatur bis hin zu Film.
 

MVB und IGNah feiern 140 Jahre Straßenbahn+++AOK und MBC spenden an Klinikclowns+++23. Jugendvideopreis Sachsen-Anhalt+++Miteinander e.V. zum Prozessauftakt gegen Adrian Ursache: Gefahren der Reichsbürgerbewegung offen benennen und dafür sensibilisieren

Ein Roman über Fluchthelfer

 

„Frei“, so der Titel des Romans, der im Sommer 2018 auf meinem Schreibtisch lag.
Im Mittelpunkt der Geschichte Janus Emmeran, Ort des Geschehens Berlin. Anfang der 1960er Jahre studiert Janus im westlichen Teil der Stadt, der Teil, in dem die Amerikaner die militärische Kontrolle über die Deutschen hatten. Nach der Teilung Berlins am 13. August 1961 werden Janus und seine Kommilitonen schnell zu Fluchthelfern. Die Autoren erzählen die Ereignisse aus Sicht des Protagonisten, eingebettet in die politischen Ereignisse der damaligen Zeit. Nichts wird beschönigt. Freiheit unter allen Umständen ist das Ziel.
Das Erlebte in den 1960er Jahren reiht sich ein in das Deutschland 2016 und so erfährt der Leser die Geschichte von Janus aus zwei Perspektiven. Mit der Rückblende geht es aber auch um Janus im Hier und Jetzt, ein Mann Mitte 70.
Der Autor Burkhart Veigel war selbst als Student der Freien Universität in West-Berlin mitten im Geschehen. Als Fluchthelfer hat er zusammen mit seinen Freunden von 1961 bis 1970 etwa 650 Bürger der DDR in den Westen geholt, vor allem mit Pässen, „aber auch mit einigen umgebauten Autos und über einen freiheitsliebenden französischen Alliierten-Soldaten.“, wie Burkhart Veigel auf seiner Webseite www.fluchthilfe.de schreibt. Und alles ganz im Sinne von Hans Scholl, der sagte „Nicht: Es muss etwas geschehen! Sondern: Ich muss etwas tun!“ - die Autoren wählten es als Leitzitat für ihr Buch.
Die gesamte innerdeutsche Grenze umfasste ca. 1.393 Kilometer. Kontrollstreifen, Minenfelder, Wachtürme, Gräben, Hundelaufanlagen und Selbstschussautomaten perfektionierten die Mauer, überwacht durch die Grenztruppen der DDR mit insgesamt ca. 47.000 Mann. Zahlreiche Menschen aus der DDR starben bei Fluchtversuchen an der Berliner Mauer, in der Ostsee und Elbe und an der innerdeutschen Grenze. Andere wiederum wurden verhaftet und eingesperrt. Aber es gab auch die, die wie Burkhart Veigel ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten und alles dafür taten, dass Menschen aus der DDR ihren Weg in die Freiheit gehen konnten. Ein Teil unserer deutschen Geschichte, der erzählt werden muss und in Erinnerung bleiben muss.

 

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