10.04.26: Zuürck in die Krankenkasse - Land schafft Clearingstelle
Mit einer landesweiten Clearingstelle Gesundheitsversorgung möchte Sachsen-Anhalt Menschen stärker unter die Arme greifen, die keinen bzw. nur einen eingeschränkten Zugang zum Gesundheitssystem haben. D.h.
- Menschen ohne Papiere oder Aufenthaltstitel,
- Menschen ohne festen Wohnsitz oder
- auch Menschen, die aufgrund von persönlichen oder finanziellen Problemen keine private oder gesetzliche Krankenversicherung haben
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne betont: ZITAT Wir dürfen diejenigen, die durch das Netz fallen, nicht im Stich lassen. Sie haben ein Recht auf gesundheitliche Versorgung. Die neue Clearingstelle hilft dabei, Wege in die Regelversorgung zu eröffnen, Ansprüche zu klären und notwendige Behandlungen zu ermöglichen.“ ZITAT Ende
Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung fördert den Projektträger Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt gGmbH 2026 mit über 291.000 Euro für Personal-, Sach- und Behandlungskosten. Eine fünfmonatige Pilotphase des Trägers zeigte den Bedarf an einer koordinierten Hilfe: Nach 27 Beratungen konnten insgesamt 21 Behandlungsscheine ausgestellt werden.
Die neue Anlaufstelle unterstützt Betroffene Sozialleistungen zu erhalten, d.h. Hilfe beim stellen des Antrags sowie – in Einzelfällen – die Begleitung zu Krankenkassen, Jobcentern, Sozialämtern oder Ausländerbehörden.
Bei Bedarf erhalten Hilfesuchende nach einem Beratungs- bzw. Clearinggespräch einen landesweit gültigen Behandlungsschein. Durch Sprachmittlerinnen und Sprachmittler ist eine problemlose Kommunikation zwischen Betroffenen, der Ärzteschaft und SozialarbeiterInnen möglich.
Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Webseite vom Projektträger Arbeit und Leben Sachsen-Anhalt unter:
aul-lsa.de/projekte/clearingstelle





