11.06.26: Mehr Fälle von Diskriminierung in Sachsen Anhalt registriert
Die Anti-dis-krimi-nierungs-Beratungs-stellen in Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2025 insgesamt 322 Fälle von Diskriminierung erfasst. Rund 50 Fälle mehr als im Vorjahr. Wie in den Vorjahren bezog sich der Großteil der Meldungen auf die ethnische Herkunft sowie Diskriminierung wegen einer Behinderung.
Die häufigsten Bereiche sind Ämter und Behörden, der Arbeitsplatz sowie Bildungseinrichtungen.
Rassistische Vorfälle finden somit nicht nur im extremistischen Spektrum, sondern in allen Lebensbereichen und in alltäglichen Situationen statt. Mika Kaiyama stellvertretende Geschäftsführerin des Landesnetzwerks Migran-ten-organisationen Sachsen-Anhalt e.V. (LAMSA e.V.), betont: für Menschen mit Migrationsgeschichte stellt sich mit Rassismus die Frage, ob man in Sachsen-Anhalt bleiben möchte. „Das wollen wir so nicht hinnehmen“, so Kaiyama
Das Sozialministerium in Sachsen-Anhalts bewertet den Anstieg der Beratungszahlen mit Sorge. Diskriminierung zerstört das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Jeder Mensch soll die gleichen Chancen haben. Dieser gesetzliche Anspruch müsse Tag für Tag im Alltag durchgesetzt werden. Menschen, die Diskriminierung erfahren, benötigen kompetente Hilfe, so das Sozialministerium. Der Schutz vor Diskriminierung ist für ein demokratisches Sachsen-Anhalt unverzichtbar.





