11.06.26: Queeres Exil literarisch kartografiert
Exil ist nicht einfach Ankunft - vielmehr erzählt Exil eine Geschichte von Mobilität, Vertreibung und von der Erfahrung, zwischen Orten zu existieren.
Zwischen 1900 und 1969 trieben Anti-Homosexuellen-Gesetze queere SchriftstellerInnen aus Großbritannien und den USA ins Exil. Ein Forschungsprojekt zeichnet die Wege der Autoren durch Städte wie Paris und Berlin nach und deckt eine bisher übersehene literarische Tradition auf, die von Vertreibung und Verbundenheit geprägt ist.
Das vom Wissenschaftsfond FWF geförderte Projekt „Vernetzte Narrationen: Queere Exilliteratur 1900–1969“ geht der Vernetzung nach, wie der kreative Austausch unter den Autoren. Projektleiter Benjamin Robbins, Literaturwissenschaftler von der Universität Innsbruck, konzentrierte sich zunächst auf die Lektüre von Schriftstellern, die sich alle in den 1920er-Jahren nach Berlin ins Exil begaben u.a. Wystan Hugh Auden und sein Freund Christopher Isherwood. Schnell erkannte Robbins eine Forschungslücke, woraus eine spannende Analyse entstand.
Mehr Informationen sowie Publikationen und Neuigkeiten gibt es auf der Webseite zum Projekt in englischer Sprache: www.uibk.ac.at/projects/networkednarratives





