Geschichte

Buch: Der Fall Otto Nagel

Buch: Asyl in Vitt

Erzähltes & Ungesagtes meiner Großeltern W. und O. Nagel

05.02.26: römische Marschlager in Sachsen Anhalt entdeckt

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt: erste römische Marschlager in Sachsen-Anhalt entdeckt 
Im 3. Jahrhundert nach Christus gab es mehrere Feldzüge der römischen Truppen bis an die Elbe, 
so historischen Quellen. Zum Beispiel führte der Feldzug von Kaiser Maximinus Thrax im Jahr 235/36 wohl 300 bis 400 Meilen in germanisches Gebiet, wie eine spätantike Quelle, die Historia Augusta, berichtet. 
2008 entdeckten Archäologen einen Kampfplatz am Westrand des Harzes, Region Harzhorn in Niedersachsen, der zu diesen Feldzug passen könnte. 
Bislang fehlten vom Gebiet Sachsen-Anhalts jedoch handfeste Beweise für weitere überlieferte Vorstöße der Römer. Das Militär legte immer Marschlager an, wenn die Krieger ihr Ziel erreicht hatten. Das u.a. mit Straßen, Stabsgebäude und einem vorgelagerten Grabensegment mit Wall.
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt und ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger forschten in den letzten Jahren intensiv und fanden erstmals Belege für römische Marschlager: die bislang nordöstlichsten römischen Lager im freien Germanien. Bereits 2020 fanden die Denkmalpfleger mit einem Satellitenbild ein potenzielles Marschlager bei Aken an der Elbe. Mit Luftbildern gelang es Archäologen 2023 ein weiteres potenzielles Marschlager bei Trabitz im Salzlandkreis sowie zwischen Juni und Dezember 2024 erneut bei Aken und bei Deersheim im Landkreis Harz zwei weitere potenzielle Lager zu identifizieren. Mit u.a. großflächigen geophysikalischen Messungen ließen  sich die Funde genauer eingrenzen. Bei Ausgrabungen im Sommer 2024 und 2025 fanden die Archäologen eine hohe Anzahl an Nägeln und Bolzen sowie mehrere Fibelfragmente. Aber auch Münzen, die helfen die Fundplätze zu datieren. Der anfängliche Verdacht, dass es sich bei den in Luftbildern entdeckten Grabenstrukturen um Reste römischer Marschlager handelt, hat sich bestätigt.
Die Lager bei Aken, Trabitz und Deersheim sind aus der Zeit zu Beginn des 3. Jahrhunderts nach Christus. In Trabitz fand sich unter den Münzen ein Caracalla-Denar. Die Anlage könnte daher vom Feldzug unter Caracalla im Jahr 213 nach Christus stammen. Historisch ist bedeutsam: einerseits die Präsenz römischer Truppen im Mittelelbe-Saale-Gebiet. Zudem war bisher eine andere Region der Germanenkriege des Caracalla bekannt. Mit der Münze aus Trabitz wäre das anders zu deuten. 
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt setzt die Forschungen weiter fort. 

05.02.26: römische Marschlager in Sachsen Anhalt entdeckt

05.02.26: römische Marschlager in Sachsen Anhalt entdeckt

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt: erste römische Marschlager in Sachsen-Anhalt entdeckt 
Im 3. Jahrhundert nach Christus gab es mehrere Feldzüge der römischen Truppen bis an die Elbe, 
so historischen Quellen. Zum Beispiel führte der Feldzug von Kaiser Maximinus Thrax im Jahr 235/36 wohl 300 bis 400 Meilen in germanisches Gebiet, wie eine spätantike Quelle, die Historia Augusta, berichtet. 
2008 entdeckten Archäologen einen Kampfplatz am Westrand des Harzes, Region Harzhorn in Niedersachsen, der zu diesen Feldzug passen könnte. 
Bislang fehlten vom Gebiet Sachsen-Anhalts jedoch handfeste Beweise für weitere überlieferte Vorstöße der Römer. Das Militär legte immer Marschlager an, wenn die Krieger ihr Ziel erreicht hatten. Das u.a. mit Straßen, Stabsgebäude und einem vorgelagerten Grabensegment mit Wall.
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie (LDA) Sachsen-Anhalt und ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger forschten in den letzten Jahren intensiv und fanden erstmals Belege für römische Marschlager: die bislang nordöstlichsten römischen Lager im freien Germanien. Bereits 2020 fanden die Denkmalpfleger mit einem Satellitenbild ein potenzielles Marschlager bei Aken an der Elbe. Mit Luftbildern gelang es Archäologen 2023 ein weiteres potenzielles Marschlager bei Trabitz im Salzlandkreis sowie zwischen Juni und Dezember 2024 erneut bei Aken und bei Deersheim im Landkreis Harz zwei weitere potenzielle Lager zu identifizieren. Mit u.a. großflächigen geophysikalischen Messungen ließen  sich die Funde genauer eingrenzen. Bei Ausgrabungen im Sommer 2024 und 2025 fanden die Archäologen eine hohe Anzahl an Nägeln und Bolzen sowie mehrere Fibelfragmente. Aber auch Münzen, die helfen die Fundplätze zu datieren. Der anfängliche Verdacht, dass es sich bei den in Luftbildern entdeckten Grabenstrukturen um Reste römischer Marschlager handelt, hat sich bestätigt.
Die Lager bei Aken, Trabitz und Deersheim sind aus der Zeit zu Beginn des 3. Jahrhunderts nach Christus. In Trabitz fand sich unter den Münzen ein Caracalla-Denar. Die Anlage könnte daher vom Feldzug unter Caracalla im Jahr 213 nach Christus stammen. Historisch ist bedeutsam: einerseits die Präsenz römischer Truppen im Mittelelbe-Saale-Gebiet. Zudem war bisher eine andere Region der Germanenkriege des Caracalla bekannt. Mit der Münze aus Trabitz wäre das anders zu deuten. 
Das Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt setzt die Forschungen weiter fort.