Ausstellung 'Mit Bibel und Spaten' im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

Das Kloster Unser lieben Frauen, das Kunstmuseum in Magdeburg, ist weithin sichtbar.  Hier befindet sich die Grabplatte des heiligen Norbert von Xanten. Wenn man aber heute durch die Stadt geht und fragt, wer dieser Mann ist, wird es kaum jemand wissen. Auch nicht, dass Magdeburg im 12 Jhdt. ein wichtiger Ort des Prämonstratenser-Ordens war. Dessen Gründer: der Wanderprediger aus adliger Familie Norbert von Xanten. Der Orden entstand 1121 im französischen Premontre. Mit seinem neuen Lebens- und Glaubensentwurf breitete sich dieser in kurzer Zeit über ganz Europa aus. Bis heute sind die Prämonstratenser weltweit als Seelsorger, Prediger oder lehrende tätig. Ihre Bauten und Kunstwerke sind landschaftsprägend. Norbert von Xanten, späterer Erzbischof von Magdeburg, stieß Entwicklungen an, die von hier nach ganz Europa ausstrahlten.

Das Kulturhistorische Museum widmet sich nun dem Orden und seinem Wirken in Magdeburg.  Die Sonderausstellung „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“ illustriert die Geschichte des Ordens sowie sein kulturelles, geistiges und wirtschaftliches Wirken.
Einer von insgesamt sieben Themenkomplexen der Ausstellung behandelt Norberts Zeit in Magdeburg und seine Bedeutung für den Orden, die Stadt und Europa. Von 1126 bis zu seinem Tod 1134 war er Erzbischof von Magdeburg. In dieser Zeit entwickelte sich Magdeburg zu einem Zentralort des Ordens, ein zweites Premontre.
Von hier aus breitete sich der Orden bis ins Baltikum und ins heutige Israel aus.  Auch heute spielt der heilige Norbert für Magdeburg eine große Rolle. Er ist Patron des Bistums Magdeburg und des Magdeburger Landes. Aktuell entsteht am Ort seines Wirkens ein neuer Prämonstratenser-Konvent.
Leihgaben kommen aus den bedeutenden Museen und Bibliotheken Europas. Die Schau zeigt in moderner Ausstellungsarchitektur wertvolle Reliquiare, Arbeiten der Goldschmiedekunst, Gemälde, Grafiken, Glasmalerei sowie Alltagsgegenstände.  Zu den herausragendsten Exponaten zählt das berühmte Cappenberger Johanneskopf Reliquiar, der sogenannte Barbarossa-Kopf.  Mit einer Vorstudie für eine Altarfigur des Heiligen Norbert wird erstmals ein Werk von Peter Paul Rubens in Magdeburg ausgestellt. Es dient auch als Plakatmotiv.

Die Bedeutung der Prämonstratenser für die Buchmalerei verdeutlichen wertvolle illuminierte Prachtschriften, darunter das llfelder Evangeliar oder das Brandenburger Evangelistar.

Eine aus Blechdosen erstellte Monstranz zeugt von den schweren Zeiten des Ordens. Sie wurde von Ordensleuten während der Internierung im Kloster Zeliv (Tschechien) in den 1950er-Jahren angefertigt und genutzt.

Es ist die erste Einzelausstellung über die Prämonstratenser im deutschsprachigen Raum.
Die Ausstellung gehört zu den drei offiziellen Partnerprojekten zum Jubiläum.
Sie ist noch bis zum 9. Januar 2022 zu sehen.

www.mitbibelundspaten.de

Ausstellung 'Mit Bibel und Spaten' im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

Ausstellung 'Mit Bibel und Spaten' im Kulturhistorischen Museum Magdeburg

Das Kloster Unser lieben Frauen, das Kunstmuseum in Magdeburg, ist weithin sichtbar.  Hier befindet sich die Grabplatte des heiligen Norbert von Xanten. Wenn man aber heute durch die Stadt geht und fragt, wer dieser Mann ist, wird es kaum jemand wissen. Auch nicht, dass Magdeburg im 12 Jhdt. ein wichtiger Ort des Prämonstratenser-Ordens war. Dessen Gründer: der Wanderprediger aus adliger Familie Norbert von Xanten. Der Orden entstand 1121 im französischen Premontre. Mit seinem neuen Lebens- und Glaubensentwurf breitete sich dieser in kurzer Zeit über ganz Europa aus. Bis heute sind die Prämonstratenser weltweit als Seelsorger, Prediger oder lehrende tätig. Ihre Bauten und Kunstwerke sind landschaftsprägend. Norbert von Xanten, späterer Erzbischof von Magdeburg, stieß Entwicklungen an, die von hier nach ganz Europa ausstrahlten.

Das Kulturhistorische Museum widmet sich nun dem Orden und seinem Wirken in Magdeburg.  Die Sonderausstellung „Mit Bibel und Spaten. 900 Jahre Prämonstratenser-Orden“ illustriert die Geschichte des Ordens sowie sein kulturelles, geistiges und wirtschaftliches Wirken.
Einer von insgesamt sieben Themenkomplexen der Ausstellung behandelt Norberts Zeit in Magdeburg und seine Bedeutung für den Orden, die Stadt und Europa. Von 1126 bis zu seinem Tod 1134 war er Erzbischof von Magdeburg. In dieser Zeit entwickelte sich Magdeburg zu einem Zentralort des Ordens, ein zweites Premontre.
Von hier aus breitete sich der Orden bis ins Baltikum und ins heutige Israel aus.  Auch heute spielt der heilige Norbert für Magdeburg eine große Rolle. Er ist Patron des Bistums Magdeburg und des Magdeburger Landes. Aktuell entsteht am Ort seines Wirkens ein neuer Prämonstratenser-Konvent.
Leihgaben kommen aus den bedeutenden Museen und Bibliotheken Europas. Die Schau zeigt in moderner Ausstellungsarchitektur wertvolle Reliquiare, Arbeiten der Goldschmiedekunst, Gemälde, Grafiken, Glasmalerei sowie Alltagsgegenstände.  Zu den herausragendsten Exponaten zählt das berühmte Cappenberger Johanneskopf Reliquiar, der sogenannte Barbarossa-Kopf.  Mit einer Vorstudie für eine Altarfigur des Heiligen Norbert wird erstmals ein Werk von Peter Paul Rubens in Magdeburg ausgestellt. Es dient auch als Plakatmotiv.

Die Bedeutung der Prämonstratenser für die Buchmalerei verdeutlichen wertvolle illuminierte Prachtschriften, darunter das llfelder Evangeliar oder das Brandenburger Evangelistar.

Eine aus Blechdosen erstellte Monstranz zeugt von den schweren Zeiten des Ordens. Sie wurde von Ordensleuten während der Internierung im Kloster Zeliv (Tschechien) in den 1950er-Jahren angefertigt und genutzt.

Es ist die erste Einzelausstellung über die Prämonstratenser im deutschsprachigen Raum.
Die Ausstellung gehört zu den drei offiziellen Partnerprojekten zum Jubiläum.
Sie ist noch bis zum 9. Januar 2022 zu sehen.

www.mitbibelundspaten.de